Sieben Menschen mit Demenz haben einen besonderen Ausflug in den Berliner Tierpark unternommen. Begleitet wurden sie von der Betreuerin Katharina Jänicke, die langsam und einfühlsam mit ihnen spricht. Vor dem Gehege der Präriehunde und Büffel kamen plötzlich Bilder aus der Kindheit hoch – darunter auch schmerzhafte Erinnerungen.
Ein langsamer, achtsamer Start
Katharina Jänicke spricht langsam, macht Pausen und wartet ab. Sie sieht jedem in die Augen. „Schönen guten Tag. Ich bin Katharina“, sagt sie. Manche der Teilnehmer grüßen zurück, manche antworten undeutlich, einige blicken sie nur an oder schauen in eine andere Richtung. Der Ausflug beginnt mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen.
Erinnerungen kehren zurück
Vor dem Eisbärengehege wird eine Teilnehmerin plötzlich lebhafter. Sie erzählt von einem Besuch im Zoo mit ihrem Vater, vor vielen Jahren. Solche Momente zeigen, wie Tiere und vertraute Umgebungen Türen zu vergessenen Erinnerungen öffnen können. Auch vor den Präriehunden und Büffeln kommen Geschichten aus der Kindheit hoch – nicht immer glückliche, aber wichtige.
Ein Ausflug mit therapeutischem Wert
Der Besuch im Tierpark ist mehr als nur ein netter Nachmittag. Für Menschen mit Demenz kann die Begegnung mit Tieren helfen, innere Bilder und Gefühle wiederzubeleben. Die Betreuerin Katharina Jänicke beobachtet aufmerksam und geht auf jeden einzelnen ein. Der Tag zeigt, wie wertvoll solche Erlebnisse für die Lebensqualität der Betroffenen sein können.



