Shlomo Katz über Zeitknappheit und jüdische Identität
Shlomo Katz über Zeitknappheit und jüdische Identität

Shlomo Katz und das Gefühl der Zeitknappheit

In seiner aktuellen Kolumne beschäftigt sich Shlomo Katz mit einem allgegenwärtigen Phänomen: der Zeitknappheit. Er beschreibt, wie der Druck, ständig produktiv zu sein, ihn dazu bringt, selbst alltägliche Momente als verlorene Zeit zu betrachten. Katz stellt die Frage, ob diese Hektik nicht letztlich das Wesentliche im Leben verdrängt.

Ein persönlicher Blick auf den Alltag

Shlomo Katz, bekannt für seine pointierten und tiefgründigen Kolumnen, gibt in diesem Beitrag einen intimen Einblick in seinen Alltag. Er schildert, wie Termine, Verpflichtungen und die ständige Erreichbarkeit durch digitale Medien sein Zeitempfinden prägen. Dabei verweist er auf eine Studie, nach der Deutsche im Durchschnitt 40 Stunden pro Woche arbeiten, aber zusätzlich 20 Stunden mit digitalen Medien verbringen. „Die Zeit rinnt uns durch die Finger, und wir merken es kaum“, so Katz.

Jüdische Identität in der modernen Welt

Die Kolumne verbindet das Thema Zeitknappheit geschickt mit der Frage nach der jüdischen Identität. Katz reflektiert, wie der jüdische Kalender mit seinen Feiertagen und Traditionen einen Rhythmus vorgibt, der bewusst Pausen und Besinnung einfordert. Er zitiert den jüdischen Philosophen Abraham Joshua Heschel, der den Schabbat als „Palast in der Zeit“ beschrieb. „Vielleicht fehlt uns genau das: ein Raum, in dem die Zeit stillsteht“, schreibt Katz.

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Gesellschaftlicher Druck und Selbstoptimierung

Katz kritisiert den gesellschaftlichen Trend zur Selbstoptimierung, der jede Minute mit Sinn füllen will. Er erinnert an das jüdische Konzept der „Mussar“, einer ethischen Selbstdisziplin, die nicht auf Effizienz, sondern auf Charakterbildung abzielt. „Wir jagen der Zeit hinterher, statt sie zu gestalten“, resümiert er.

Fazit: Eine Einladung zur Reflexion

Die Kolumne endet mit einem Appell: Statt die Zeit zu bekämpfen, solle man lernen, sie zu umarmen. Katz lädt seine Leser ein, bewusste Auszeiten zu nehmen und die eigene Beziehung zur Zeit zu hinterfragen. „Vielleicht ist die größte Freiheit, die wir haben, die, unsere Zeit selbst zu bestimmen“, schließt er.

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