Ein Pilgerweg vor der eigenen Haustür
Der Jakobsweg führt normalerweise durch Spanien, doch auch in der Region um Potsdam gibt es einen solchen Pilgerpfad. Unser Autor Torben Becker machte sich auf den Weg und wanderte die rund 29 Kilometer lange Strecke bis zum Kloster Lehnin. Was er dabei erlebte, überraschte ihn selbst.
Die Reise begann an der Nikolaikirche in Potsdam. Als er durch den Türspalt schaute, begegnete ihm zunächst ein mürrischer Mann, der die Kirche für geschlossen erklärte. Erst als Beckers Begleiter Alexander Steinfeldt erklärte, dass sie Pilger seien und einen Stempel benötigten, änderte sich die Stimmung. Der Mann ließ sie ein und drückte einen blauen Stempel in den Pilgerpass – sogar mit einem Lächeln.
Die Strecke und ihre Besonderheiten
Der Potsdamer Jakobsweg ist nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch eine Reise durch die Geschichte. Die Route führt durch abwechslungsreiche Landschaften, vorbei an Seen und Wäldern. Pilger können unterwegs an verschiedenen Stationen Stempel sammeln, die den Fortschritt dokumentieren. Diese Tradition macht die Wanderung zu einem besonderen Erlebnis.
Begegnungen unterwegs
Neben dem freundlichen Kirchenmitarbeiter traf der Autor auf weitere Menschen, die den Pilgerweg unterstützen. Viele zeigten sich interessiert und halfen mit Hinweisen weiter. Die Gemeinschaft der Pilger ist auch auf dieser kurzen Strecke spürbar.
Fazit: Pilgern in der Heimat
Der Potsdamer Jakobsweg zeigt, dass man nicht weit reisen muss, um eine Pilgererfahrung zu machen. Die 29 Kilometer bieten Ruhe, Natur und kleine kulturelle Entdeckungen. Für alle, die eine Auszeit vom Alltag suchen, ist diese Route eine empfehlenswerte Option.



