Ein 57-jähriger Mann aus Sevilla hat ein Gemälde des berühmten spanischen Malers Joaquín Sorolla (1863–1923) auf der Straße gefunden – und zunächst nur wegen des Rahmens mitgenommen. Das Werk hat einen geschätzten Wert von bis zu 150.000 Euro.
Fundstück mit vergoldetem Rahmen
Andrés Hurtado entdeckte das Bild, als es an einer Hauswand in Sevilla abgestellt war. Ihm gefiel der vergoldete Rahmen, weshalb er das Gemälde mit nach Hause nahm. Erst dort bemerkte er, dass es sich um kein gewöhnliches Dekorationsstück handelte, sondern um ein Original des spanischen Impressionisten Joaquín Sorolla.
Die eigentlichen Besitzer hatten das Gemälde versehentlich zurückgelassen. Beim Beladen ihres Autos für den Urlaub lehnten sie das Bild kurz an eine Hauswand und fuhren in der Hektik davon. Laut spanischen Medien hatte die Familie die Angewohnheit, das Werk auch auf früheren Urlaubsreisen mitzunehmen. Warum sie es diesmal mitnehmen wollten, ist nicht bekannt.
Identifikation per künstlicher Intelligenz
Hurtado ahnte zunächst nichts vom wahren Wert seines Fundstücks. Erst mithilfe künstlicher Intelligenz gelang es ihm, das Gemälde zu identifizieren. Ein Auktionshaus bestätigte anschließend, dass es sich tatsächlich um ein Werk Sorollas handelt. Das kleinformatige Bild zeigt zwei Boote an einem Strand – ein typisches Motiv des Künstlers. Einen Titel des Gemäldes haben die Behörden oder die Besitzer bislang nicht veröffentlicht.
Währenddessen suchten die Besitzer bereits verzweifelt nach ihrem verschwundenen Kunstwerk und meldeten den Vorfall der Polizei. Als Hurtado von den Fahndungsaufrufen erfuhr, zögerte er nicht lange und meldete sich bei den Behörden.
Glückliches Ende für alle Beteiligten
Das Gemälde kehrte unversehrt zu seinen rechtmäßigen Eigentümern zurück. Diese bedankten sich bei dem ehrlichen Finder und kündigten an, ihm als Anerkennung ein kleines Geschenk zu machen. Der Fund und die Rückgabe des wertvollen Kunstwerks sorgten in spanischen Medien für Aufsehen.



