In der norwegischen Hauptstadt Oslo hat die Wildtierbehörde einen Elch in der Innenstadt abgeschossen. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag, wie die Polizei mitteilte. Das Tier war offenbar desorientiert und galoppierte durch die Straßen, wobei es Autos und Fußgängern auswich. In sozialen Medien und von norwegischen Nachrichtensendern verbreitete Videos zeigten das Geschehen.
Behörde beruft sich auf Tierwohl
Die Polizei erklärte, dass der Elch „aus Gründen des Tierwohls“ von der zuständigen Wildtierbehörde erschossen worden sei. Man habe das Tier nicht einfangen oder anderweitig unschädlich machen können, ohne es oder die Bevölkerung zu gefährden. Der Abschuss sei die letzte Option gewesen, um weiteres Leid für den Elch zu verhindern.
Zweiter Vorfall innerhalb von zwei Tagen
Es handelt sich bereits um den zweiten ähnlichen Fall in Skandinavien innerhalb kurzer Zeit. Bereits am Dienstag war in Stockholm, der Hauptstadt Schwedens, ein junger Elch von den Behörden getötet worden. Auch dieser war durch die Straßen der Stadt geirrt und hatte für Aufsehen gesorgt. Normalerweise meiden Elche Großstadtgebiete, doch in Ausnahmefällen verirren sie sich in urbane Umgebungen.
Reaktionen und Hintergründe
Der Vorfall in Oslo löste in den sozialen Medien gemischte Reaktionen aus. Einige Nutzer kritisierten die Entscheidung der Behörden und forderten alternative Methoden wie Betäubungspfeile. Andere zeigten Verständnis für den Schritt, da ein ausgewachsener Elch eine erhebliche Gefahr für den Verkehr und Passanten darstellen kann. Die Polizei betonte, dass die Sicherheit der Menschen oberste Priorität habe. Der abgeschossene Elch wurde von der Wildtierbehörde abtransportiert und wird vermutlich untersucht, um die Ursache seiner Desorientierung zu klären.



