Einst Senioren-Palast, heute Crackhaus: Berliner Wohnhaus verkommt
Einst Senioren-Palast, heute Crackhaus in Berlin

Einst als visionäres Senioren-Wohnhaus erbaut, ist ein Gebäude in der Köpenicker Straße 191 in Berlin-Kreuzberg heute ein Schatten seiner selbst. Die landeseigene GSW errichtete das Haus einst als kleine Oase für ältere Menschen. Heute gehört es der Deutschen Wohnen und dient als Rückzugsort für Drogensüchtige.

Vom Paradies zum Problemhaus

Bewohner erinnern sich an üppige Pflanzen, bunte Mosaike und einen Fischteich in der Gemeinschaftshalle. Heute jedoch stinken die Treppenhäuser nach Kot, Urin und Rauch, selbst wenn die Fenster weit geöffnet sind. Eine Bewohnerin empfiehlt: „Nur schauen und riechen“, bevor sie die Tür zum Treppenhaus öffnet.

Brandspuren und Drogenkonsum

Unter den Briefkästen sind Brandspuren an einem Mülleimer sichtbar, die Wand darüber ist verrußt. Im obersten Treppenhaus liegt ein Mann halb unter einem Klapp-Balkontisch auf dem Boden. Auf dem Tisch liegen Feuerzeuge und zerknüllte Alufolie – Utensilien, die auf Drogenkonsum hindeuten. Süchtige kochen auf dem Balkon offenbar Crack.

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Die Situation hat sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Die Bewohner fühlen sich unsicher und vernachlässigt. Die Deutsche Wohnen, als Eigentümerin, steht in der Kritik, nicht ausreichend für Sicherheit und Sauberkeit zu sorgen. Anwohner fordern Maßnahmen, um das Haus wieder zu einem lebenswerten Ort zu machen.

Der Fall zeigt die Herausforderungen in Berliner Wohnquartieren, wo soziale Probleme und mangelnde Investitionen zu Verwahrlosung führen. Es bleibt abzuwarten, ob die Deutsche Wohnen ihrer Verantwortung nachkommt und das Gebäude wieder instand setzt.

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