Eichenprozessionsspinner in Berlin: Diese Bezirke sind aktuell betroffen
Eichenprozessionsspinner in Berlin: Diese Bezirke betroffen

Berlin. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners können heftige allergische Reaktionen auslösen und stellen eine Gefahr für Mensch und Tier dar. Aktuelle Fundstatistiken zeigen, in welchen Berliner Bezirken der Schädling besonders häufig auftritt. Ein Überblick.

Wo ist der Eichenprozessionsspinner in Berlin aktiv?

In vielen Berliner Bezirken sind derzeit die Raupen des Eichenprozessionsspinners zu finden. Die giftigen Insekten können schwere allergische Reaktionen hervorrufen. Besonders betroffen sind die Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf, Treptow-Köpenick, Steglitz-Zehlendorf und Spandau. Laut dem Pflanzenschutzamt Berlin befinden sich die Befallsschwerpunkte vorwiegend in oder in der Nähe von waldähnlichen Anlagen. In den Bezirken Neukölln und Marzahn wurde zuletzt ein extremer Anstieg der befallenen Bäume verzeichnet.

Wie erkennt man das Nest des Eichenprozessionsspinners?

Das Nest des Eichenprozessionsspinners ist ein graues, spinnenwebartiges Gebilde, das aus den Haaren der Raupen besteht. Es kann in Größe und Form variieren – von der Breite einer 50-Cent-Münze bis zu mehreren Metern den Stamm hinauf. Die Nester können überall an der Eiche vorkommen, vom Boden bis zur Spitze, und manchmal auf den Boden fallen. Zur Entfernung sollten Fachleute kontaktiert werden.

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Symptome bei Kontakt mit den Brennhaaren

Die Symptome treten meist innerhalb von 24 Stunden auf und können unbehandelt Tage bis Wochen andauern. Beim Menschen zählen dazu Hautirritationen wie Juckreiz, Rötungen und Ausschlag, Schwellungen, Atembeschwerden, Augenreizungen, Übelkeit und in seltenen Fällen schwere allergische Reaktionen. Bei Hunden äußert sich der Kontakt durch Juckreiz, Rötungen, Quaddeln, Fieber, Erbrechen, Lethargie und im schlimmsten Fall einen allergischen Schock.

Verwechslungsgefahr mit der Gespinstmotte

Eine Verwechslung besteht mit der harmlosen Gespinstmotte. Deren Raupen sind gelblich-weiß und haben keine Nesselhaare. Die Gespinste der Gespinstmotte sitzen zwischen den Ästen von Bäumen und Büschen, nicht eng am Stamm. Die Umweltsenatsverwaltung rät, die Gespinste herauszuschneiden und zu vernichten, da Pflanzenschutzmittel weder wirksam noch sinnvoll sind.

Schutzmaßnahmen und weitere Informationen

Das Pflanzenschutzamt Berlin empfiehlt, befallene Bereiche zu meiden und Warnhinweise zu beachten. In einigen Bezirken wurden Fachfirmen mit der Entfernung der Nester beauftragt. Bei Verdacht auf Kontakt mit den Brennhaaren sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Für Hunde ist ein Tierarztbesuch ratsam.

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