Festnahme nach Cannabis-Übergabe eskaliert
In der Nacht zu Samstag eskalierte ein Festnahmeversuch nach einem mutmaßlichen Drogendeal in Berlin-Schmargendorf. Wie die Polizei mitteilte, leistete ein 42-jähriger Mann bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand und griff einen Polizisten an. Der verletzte Beamte musste seinen Dienst abbrechen.
Gegen 2.30 Uhr beobachteten Einsatzkräfte, wie ein 35-jähriger Mann sein Auto in der Mecklenburgischen Straße verließ und in Richtung Heidelberger Platz lief. Dort soll er dem 42-Jährigen Betäubungsmittel übergeben haben. Die Beamten nahmen den 35-Jährigen daraufhin am Auto fest. Als die Polizisten anschließend auch den 42-Jährigen kontrollieren wollten, versuchte dieser zu fliehen.
Verdächtiger schlägt und beißt Polizisten
Bei der Festnahme soll der 42-Jährige einen Beamten geschlagen und am Oberkörper gebissen haben. Erst mit Unterstützung weiterer Einsatzkräfte gelang es, den Mann zu überwältigen. Bei ihm wurden mehrere Tütchen Cannabis gefunden. Der verletzte Polizist erlitt Schürfwunden an Armen und Kopf sowie Bissverletzungen am Oberkörper. Auch der 42-Jährige wurde leicht verletzt und kam in ein Krankenhaus.
Durchsuchung des Autos: Kokain und Cannabis sichergestellt
Bei der Durchsuchung des Autos des 35-Jährigen fanden die Beamten Bargeld, ein Handy sowie mehrere kleine Verpackungen mit mutmaßlichem Kokain und Cannabis. Gegen den 35-Jährigen wurde nach einer Vorführung beim Bereitschaftsgericht am Samstag Haftbefehl erlassen.
Die Polizei ermittelt nun gegen beide Männer wegen des Verdachts auf illegalen Drogenhandel und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Der Vorfall zeigt erneut die Gefahren, denen Polizisten bei alltäglichen Kontrollen ausgesetzt sind.



