Mieter in Kreuzberg schlagen Alarm
In der Ritterstraße in Friedrichshain-Kreuzberg herrscht für die Anwohner der Ausnahmezustand. Drogenabhängige, Fäkalien im Treppenhaus und ein Gefühl der Unsicherheit prägen den Alltag. Nun haben die Bewohner genug und protestieren öffentlich gegen die Hausverwaltung. „Der Schreck meines Lebens“, sagt Mieterin Tanja, die aus Angst um ihre Sicherheit nicht mit vollem Namen genannt werden möchte. Sie zeigt Fotos von verdreckten Kellern und benutzten Spritzen im Innenhof.
Die Zustände im Haus
Seit Monaten klagen die Mieter über unhaltbare Zustände. Im Flur liegen Fäkalien, im Keller hausen Drogensüchtige. Die Hausverwaltung sei untätig, so der Vorwurf. „Wir haben mehrfach angerufen und geschrieben – passiert ist nichts“, berichtet ein anderer Bewohner. Die Polizei rücke zwar regelmäßig aus, doch die Probleme kehrten immer wieder zurück. Der Protest der Mieter ist nun im ganzen Kiez sichtbar. Plakate an den Fenstern und Transparente vor dem Haus fordern ein sofortiges Eingreifen.
Reaktion der Hausverwaltung
Die Hausverwaltung äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Die Mieter fordern nun eine schnelle Sanierung des Gebäudes und mehr Sicherheitsmaßnahmen. „Wir wollen hier nicht länger leben wie im Ausnahmezustand“, so Tanja. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ist über den Fall informiert, konkrete Maßnahmen stehen jedoch noch aus. Die Anwohner hoffen, dass ihr öffentlicher Druck endlich etwas bewegt.



