Im Zusammenhang mit den anhaltenden Schüssen, Bedrohungen und Erpressungen in Berlin hat die Staatsanwaltschaft nun einen weiteren mutmaßlichen Täter angeklagt. Der 21-jährige Mann soll gemeinsam mit Komplizen einen Geschäftsmann überfallen, verletzt, ausgeraubt und später erneut bedroht und erpresst haben. Seit Januar befindet sich der junge Mann in Untersuchungshaft.
Brutaler Überfall auf den Geschäftsmann
Am 31. Oktober 2025 soll der 21-Jährige zusammen mit drei unbekannten, vermummten Komplizen den 45-jährigen Geschäftsmann in dessen Firma überfallen haben. Einer der Komplizen schlug dem Opfer brutal ins Gesicht und brach ihm das Jochbein und die Nase. Die Täter entwendeten eine Armbanduhr im Wert von rund 80.000 Euro und flüchteten.
Erpressung und weitere Bedrohungen
Später soll der junge Mann den Geschäftsmann erneut zusammen mit Komplizen erpresst haben. Am 25. November 2025 schossen unbekannte Täter auf das Wohnhaus des Geschäftsmanns, und am 14. Dezember 2025 wurde ein Auto von Personen, die ihm nahestehen, beschossen. Der Beschuldigte soll den Geschäftsmann wiederholt telefonisch und per Chat mit dem Tod bedroht und 800.000 Euro gefordert haben.
Wiederkehrende Mafia-Bedrohungen in Berlin
Seit mehr als einem Jahr sind verschiedene Gruppierungen der türkischen Mafia in Berlin aktiv. Sie bedrohen türkischstämmige Geschäftsinhaber und erpressen hohe Geldsummen. Polizei und Staatsanwaltschaft haben Sondereinheiten gebildet, um diese besondere Form der organisierten Kriminalität zu bekämpfen. Die Ermittlungen dauern an.



