Der BFC Alemannia 1890, ein traditionsreicher Sportverein im Berliner Kienhorstpark, kämpft mit massiven Problemen: Verrottete Sportplätze und abgestorbene Pappeln prägen das Bild. Bürokratische Hürden verhindern seit Jahren notwendige Sanierungen. Ein Besuch von Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) gemeinsam mit ihrem Mann, dem SPD-Abgeordneten Jörg Stroedter, brachte nun neue Hoffnung.
Zustand der Anlagen: Verfall und Frust
Die Sportplätze des BFC Alemannia 1890 sind in einem desolaten Zustand. Der Rasen ist uneben, die Laufbahnen sind rissig, und die Flutlichtanlage fällt immer wieder aus. Hinzu kommen die toten Pappeln entlang des Parks, die ein Sicherheitsrisiko darstellen. „Wir haben schon mehrfach Anträge auf Sanierung gestellt, aber die Bürokratie blockiert alles“, klagt der Vereinsvorsitzende Hans Müller. „Die Stadt verlangt Gutachten, die wir uns kaum leisten können, und dann dauert die Bearbeitung Monate.“
Bürokratische Hürden lähmen den Verein
Der Verein investiert viel ehrenamtliche Arbeit, doch ohne behördliche Unterstützung kommen sie nicht voran. „Wir haben 300 Mitglieder, darunter viele Kinder und Jugendliche. Sie verdienen bessere Bedingungen“, so Müller. Die Bürokratie sei „erstickend“: Jede Maßnahme erfordere mehrere Genehmigungen, die oft widersprüchlich seien. „Ein neuer Platz müsste eigentlich längst gebaut sein, aber wir warten seit zwei Jahren auf die Baugenehmigung.“
Lichtblick: Senatorin verspricht Hilfe
Der Besuch von Sportsenatorin Iris Spranger und Jörg Stroedter brachte Bewegung in die Sache. Spranger zeigte sich betroffen von den Zuständen: „Ich sehe, dass hier dringend gehandelt werden muss. Wir werden die Verfahren beschleunigen und prüfen, ob Fördermittel bereitgestellt werden können.“ Konkrete Zusagen machte sie nicht, aber der Verein hofft auf schnelle Ergebnisse. „Das war ein wichtiger Schritt“, sagt Müller. „Wir sind optimistisch, dass sich jetzt etwas tut.“
Hintergrund: Kienhorstpark in Berlin-Reinickendorf
Der Kienhorstpark liegt im Bezirk Reinickendorf und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Der BFC Alemannia 1890 ist einer der ältesten Vereine der Gegend, gegründet 1890. Neben Fußball bietet der Verein auch Leichtathletik und Freizeitsport an. Die veraltete Infrastruktur ist jedoch ein Hemmnis für die Vereinsarbeit. „Wir wollen den Kindern eine Perspektive bieten, aber die Umstände machen es schwer“, so Müller.
Ausblick: Sanierung als Hoffnungsträger
Der Verein hofft, dass die Sanierung noch in diesem Jahr beginnen kann. „Wenn die Bürokratie mitspielt, könnten wir im nächsten Jahr wieder vernünftig trainieren“, sagt Müller. Die toten Pappeln sollen gefällt und durch neue Bäume ersetzt werden. Die Plätze müssen komplett erneuert werden. Die Kosten werden auf rund 500.000 Euro geschätzt. „Das ist viel Geld, aber für die Gemeinschaft ist es eine Investition wert“, betont Spranger. Der BFC Alemannia 1890 bleibt zuversichtlich, dass der Sport im Kienhorstpark eine Zukunft hat.



