Breitehorn Berlin: Lösung bis 2066 – Gärten bleiben, Rest wird renaturiert
Breitehorn Berlin: Gärten bleiben, Rest wird renaturiert

Einigung am Breitehorn: Gärten bis 2066 gesichert

Nach jahrelangen Verhandlungen steht fest: Die Kleingärten am Breitehorn in Berlin bleiben bis zum Jahr 2066 bestehen. Der Rest des Geländes wird renaturiert. Das gab der Bezirk Spandau am Freitag bekannt. Walter Meier, Vorsitzender des Kleingartenvereins Breitehorn, zeigte sich erleichtert: „Wir haben endlich eine langfristige Perspektive. Bisher hatten wir nur Jahresverträge – das war eine enorme Belastung für alle Gärtner.“ Der Verein besteht seit 1945 und bewirtschaftet rund 200 Parzellen.

Kosten der Renaturierung: Wer zahlt?

Die Renaturierung der nicht mehr genutzten Flächen wird rund 1,2 Millionen Euro kosten. Das Geld kommt aus dem Landeshaushalt Berlin, wie die Senatsverwaltung für Umwelt mitteilte. „Die Finanzierung ist gesichert“, sagte ein Sprecher. Die Arbeiten sollen bis 2028 abgeschlossen sein. Geplant ist, die Flächen in eine naturnahe Grünzone umzuwandeln, die der Allgemeinheit zugänglich ist.

Details der Einigung

Der Vertrag zwischen dem Bezirk Spandau und dem Kleingartenverein sieht vor, dass die Gärtner ihre Parzellen noch mindestens 40 Jahre nutzen können. Im Gegenzug verzichtet der Verein auf weitere Flächenerweiterungen und beteiligt sich an der Pflege der renaturierten Bereiche. „Das ist ein fairer Kompromiss“, sagte Bezirksbürgermeister Frank Bewig (CDU). „Die Kleingärten bleiben erhalten, und wir gewinnen wertvolle Grünflächen für die Stadt.“

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Hintergrund: Jahrelanger Streit

Der Konflikt um das Breitehorn schwelte seit Jahrzehnten. Die Kleingärtner fürchteten immer wieder um ihre Parzellen, da die Flächen eigentlich als Bauland ausgewiesen waren. Mit der neuen Regelung ist das Thema vom Tisch. „Wir haben lange gekämpft, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen“, so Meier. Der Verein zählt rund 500 Mitglieder, viele davon nutzen ihre Gärten seit den 1990er Jahren.

Auswirkungen auf die Umwelt

Die Renaturierung soll die Biodiversität in dem Gebiet fördern. Geplant sind unter anderem die Anlage von Tümpeln, die Pflanzung heimischer Sträucher und die Schaffung von Rückzugsräumen für Tiere. „Das Breitehorn wird zu einem grünen Lungenflügel für Spandau“, sagte eine Sprecherin des Umweltamtes. Die Kosten von 1,2 Millionen Euro umfassen auch die Entsiegelung von Flächen und die Beseitigung von Altlasten.

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