Berliner sind unzufrieden: Glücksatlas zeigt Hauptstadt auf Platz 35
Berlin belegt im aktuellen sogenannten Glücksatlas unter den 40 deutschen Großstädten einen der hinteren Ränge. Die Studie der Universität Freiburg in Zusammenarbeit mit der Süddeutschen Klassenlotterie (SKL) zeigt, dass die Bundeshauptstadt auf Platz 35 liegt – hinter Städten wie Bremen, Wuppertal und Gelsenkirchen. Spitzenreiter ist Erfurt, das Schlusslicht bildet Rostock.
Großstädter tendenziell unzufriedener
Die Studienautoren erklären, dass mit zunehmender Stadtgröße die durchschnittliche Lebenszufriedenheit sinkt. Dieses Muster zieht sich mit wenigen Ausnahmen wie Hamburg oder Düsseldorf durch das gesamte Ranking. Als Ursachen für die Unzufriedenheit nennen die Forscher unter anderem hohe Mietpreise und eine vergleichsweise hohe Kriminalitätsrate. Auch die Infrastruktur wird von den Bewohnern unterdurchschnittlich bewertet.
Mentale Gesundheit schwächer
Die mentale Gesundheit der Berliner Bevölkerung ist laut Studie ebenfalls schwächer. Mit einem extrem hohen Anteil an Einpersonenhaushalten zeigt sich Berlin als sozialer Extremfall. Positiv hervorzuheben ist jedoch die überdurchschnittlich hohe Geburtenzahl. Die Studie stellt zudem fest, dass ostdeutsche Großstädter im Durchschnitt unzufriedener, älter und häufiger alleinlebend sind. Sie besitzen seltener Wohneigentum, haben höhere Arbeitslosenquoten und ein geringeres verfügbares Einkommen. Allerdings liegen mit Frankfurt am Main (Platz 38) und Wiesbaden (Platz 39) auch westdeutsche Städte noch hinter Berlin.
Methodik der Studie
Für das Ranking wurden insgesamt 23.286 Menschen im Alter von 16 bis 84 Jahren vom Institut für Demoskopie Allensbach im Zeitraum von Januar 2023 bis April 2026 repräsentativ befragt. Die Befragten leben in den 40 größten Städten Deutschlands mit mehr als 200.000 Einwohnern. Die Ergebnisse zeigen deutliche regionale Unterschiede in der Lebenszufriedenheit auf.



