Am Samstagnachmittag ist eine 41-jährige Frau auf dem Gelände des Hurricane-Festivals im niedersächsischen Scheeßel gestorben. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche durch Rettungskräfte konnte die Frau nicht gerettet werden. Die Polizei teilte mit: „Die Reanimation verlief erfolglos.“
Vorerkrankungen vermutet – kein Fremdverschulden
Nach bisherigen Erkenntnissen litt die Frau mutmaßlich an Vorerkrankungen. Die Polizei ermittelt zur genauen Todesursache, betont jedoch, dass es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden oder einen Zusammenhang mit dem Festival gebe. Auch der Sanitätsdienst des Festivals sieht nach aktuellem Stand keine Verbindung zwischen dem Gesundheitszustand der Verstorbenen und dem Festivalgeschehen, wie das Musikmagazin „Rolling Stone“ berichtete.
Notfallseelsorger betreuen Begleiter
Die Begleitungen der 41-Jährigen wurden nach dem Vorfall von Notfallseelsorgern betreut. Die Gruppe war gemeinsam mit der Frau im barrierefreien Campingbereich untergebracht. Auf eigenen Wunsch wurden einige Mitglieder der Gruppe „mit Unterstützung der Kirchengemeinde Scheeßel außerhalb des Festivalgeländes untergebracht“, so die Polizei.
Veranstalter spricht von tragischem Schicksalsschlag
Bei der Abschluss-Pressekonferenz ließ der Veranstalter FKP Scorpio verlauten, dass der Tod der Besucherin das ansonsten positive Fazit des Festivals überschatte. Veranstalter Stephan Thanscheidt nannte den Vorfall einen „tragischen Schicksalsschlag“ und sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Er ergänzte, dass man die Pressekonferenz so nicht habe eröffnen wollen.
Hurricane-Festival feierte 30. Jubiläum
Das Hurricane-Festival zählt zu den größten Rockfestivals in Deutschland und lockt täglich bis zu 70.000 Besucher an. In diesem Jahr feierte das Open-Air-Musikfestival sein 30-jähriges Jubiläum und fand von Freitag bis Sonntag statt. Zu den Headlinern gehörten unter anderem Kraftklub, The Offspring, Twenty One Pilots, Florence & The Machine sowie Billy Talent.



