Nach der überraschenden Schließung des Hauptgebäudes der Technischen Universität (TU) Berlin bleibt eine Wiedereröffnung in weite Ferne gerückt. Die Präsidentin der Hochschule, Fatma Deniz, erklärte gegenüber dem RBB, dass das Gebäude zum Sommersemester 2027 noch nicht wieder geöffnet sein werde. Ein konkretes Datum könne sie derzeit nicht nennen. Man arbeite jedoch mit Hochdruck daran, einen Termin für die Wiedereröffnung bekanntgeben zu können.
Baumängel führten zur Schließung
Das traditionsreiche Hauptgebäude in Berlin-Charlottenburg ist seit dem 9. Mai aufgrund von Baumängeln geschlossen. Die TU sprach damals von „baulichen Auffälligkeiten“, die bei einer gemeinsamen Begehung mit Behörden und der Berliner Feuerwehr festgestellt worden seien. Die genauen Mängel werden derzeit weiter untersucht. Aus Gründen der Vorsorge und zur Sicherheit aller Hochschulangehörigen habe man sich zu der vorübergehenden Schließung entschlossen.
Auswirkungen auf Lehrbetrieb und Verwaltung
Die Schließung hat weitreichende Folgen für den Universitätsbetrieb. Betroffen sind sowohl Lehrveranstaltungen als auch die Verwaltung. Nach Angaben der TU mussten zuletzt rund 350 Lehrveranstaltungen pro Woche in andere Räume verlegt werden oder finden nun digital statt. Die Universität bemüht sich, den Studienbetrieb so reibungslos wie möglich aufrechtzuerhalten, doch die Einschränkungen sind für Studierende und Lehrende erheblich.
Die TU-Präsidentin betonte, dass alle Kräfte gebündelt würden, um die Situation zu bewältigen. Man stehe in engem Austausch mit den zuständigen Behörden, um die Mängel zu beheben und eine sichere Wiedereröffnung zu ermöglichen. Bis dahin müssen Studierende und Mitarbeiter mit den provisorischen Lösungen vorliebnehmen.



