Nach der umstrittenen Räumung eines besetzten Gewerbehauses in der Potsdamer Tornowstraße wächst bei Unterstützern die Hoffnung, dass die Immobilie und ein angrenzendes Grundstück bald legal genutzt werden könnten. Die Stadtverwaltung prüft derzeit leer stehende Gebäude auf eine schnellere Nutzung.
Antrag zur Verpachtung abgeschwächt
Ein ursprünglicher Antrag, das Haus in der Tornowstraße sofort an die Arbeiterwohlfahrt (AWO) zu verpachten, wurde im Hauptausschuss der Stadt zwar deutlich abgeschwächt. Dennoch ist die Idee einer baldigen Nutzung keineswegs vom Tisch. Die Diskussion um die Zukunft des Gebäudes und des Nachbargrundstücks bleibt lebendig.
Hintergrund der Besetzung
Die Räumung des besetzten Gewerbebaus hatte in der Stadt für Aufsehen gesorgt. Aktivisten hatten das Gebäude besetzt, um auf den Leerstand und den Bedarf an bezahlbarem Raum für soziale und kulturelle Projekte aufmerksam zu machen. Die Stadt reagierte mit der Räumung, was Proteste auslöste.
Prüfung von Leerständen
Als Konsequenz aus dem Vorfall hat die Stadtverwaltung angekündigt, systematisch leer stehende Gebäude zu erfassen und zu prüfen, ob sie schneller einer Nutzung zugeführt werden können. Ziel ist es, solche Konflikte künftig zu vermeiden und Räume für gemeinnützige Zwecke bereitzustellen.
Die AWO als potenzieller Nutzer des Hauses in der Tornowstraße zeigt weiterhin Interesse. Die Organisation plant, dort soziale Angebote für die Nachbarschaft zu schaffen. Die endgültige Entscheidung über die Verpachtung steht jedoch noch aus.
Die Stadtverwaltung betont, dass alle rechtlichen Schritte eingehalten werden. Die Prüfung der Leerstände soll transparent und unter Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen. Ein konkreter Zeitplan für die Umsetzung steht noch nicht fest.



