Der Trainer des 1. FC Lokomotive Leipzig, Tomislav Seitz, hat nach dem verpassten Aufstieg in der Relegation seinen Rücktritt erklärt. Der 46-Jährige gab die Entscheidung am Montag bekannt, einen Tag nach dem entscheidenden Spiel gegen den FC Rot-Weiß Erfurt. Die Leipziger hatten das Rückspiel der Relegation zur 3. Liga mit 0:2 verloren und damit den Aufstieg verpasst.
Enttäuschung nach verpasstem Aufstieg
Seitz zeigte sich enttäuscht über den Ausgang der Saison. „Wir hatten uns viel vorgenommen und sind am Ende gescheitert. Die Mannschaft hat alles gegeben, aber es hat nicht gereicht“, sagte der Coach. Der gebürtige Kroate hatte den Verein im Sommer 2022 übernommen und in der abgelaufenen Saison auf Platz zwei der Regionalliga Nordost geführt. In der Relegation traf Lok auf den Dritten der Regionalliga West, den FC Rot-Weiß Erfurt.
Hinspiel noch hoffnungsvoll
Das Hinspiel in Erfurt endete 1:1, was die Hoffnungen auf ein erfolgreiches Rückspiel in Leipzig nährte. Doch vor rund 10.000 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion musste Lok bereits in der ersten Halbzeit zwei Gegentreffer hinnehmen. In der zweiten Hälfte gelang trotz großer Mühen kein Tor mehr. Der Traum von der Rückkehr in den Profifußball war geplatzt.
Zukunft des Vereins ungewiss
Mit dem Rücktritt von Seitz steht der 1. FC Lokomotive Leipzig vor einer ungewissen Zukunft. Der Verein muss nun einen neuen Trainer finden, der das Team in der kommenden Saison in der Regionalliga Nordost betreuen wird. Sportdirektor Michael Lindner bedankte sich bei Seitz für dessen Arbeit: „Tomislav hat in den vergangenen zwei Jahren hervorragende Arbeit geleistet. Wir bedauern seine Entscheidung, respektieren sie aber.“
Reaktionen aus der Mannschaft
Die Spieler zeigten sich betroffen von der Entscheidung ihres Trainers. Kapitän Timo Mauer sagte: „Tommy war ein wichtiger Teil unserer Mannschaft. Wir sind traurig, dass er geht, aber wir verstehen seine Beweggründe.“ Der Verein wird in den kommenden Tagen Gespräche mit potenziellen Nachfolgern führen.
Blick nach vorn
Trotz des Rückschlags blickt der Verein optimistisch in die Zukunft. „Wir haben eine junge, talentierte Mannschaft, die in der nächsten Saison einen neuen Anlauf nehmen wird“, so Lindner. Die Fans hoffen, dass der neue Trainer die Mannschaft zurück in die Erfolgsspur führen kann. Der 1. FC Lokomotive Leipzig war zuletzt in der Saison 2013/14 drittklassig und strebt eine Rückkehr in den Profifußball an.



