Hitzewelle in der Altenpflege: Verdi und Diakonie schlagen Alarm
Hitzewelle in Altenpflege: Verdi und Diakonie alarmiert

Die anhaltende Hitzewelle in Nordrhein-Westfalen setzt nicht nur der Bevölkerung zu, sondern vor allem auch den Bewohnern und Mitarbeitern in Altenpflegeeinrichtungen. Die Gewerkschaft Verdi und die Diakonie schlagen nun Alarm und fordern von der Politik und den Arbeitgebern dringend notwendige Maßnahmen zum Schutz von Pflegebedürftigen und Pflegekräften.

Kritische Lage in den Pflegeheimen

Nach Angaben von Verdi und der Diakonie sind viele Altenheime nicht ausreichend auf extreme Hitze vorbereitet. Es fehle an ausreichender Klimatisierung, Verschattung und ausreichenden Flüssigkeitsangeboten. Besonders ältere Menschen mit Vorerkrankungen leiden unter der Hitze, was zu Kreislaufproblemen, Dehydrierung und im schlimmsten Fall zu lebensbedrohlichen Zuständen führen könne. Die Gewerkschaft kritisiert, dass die Einrichtungen oft nicht über die finanziellen Mittel verfügen, um notwendige Investitionen in Hitzeschutz zu tätigen.

Forderungen an die Politik

Verdi und die Diakonie fordern von der Landesregierung und den Kommunen ein konkretes Hitzeschutzprogramm für Pflegeeinrichtungen. Dazu gehören unter anderem finanzielle Zuschüsse für Klimaanlagen, die Bereitstellung von Kühlräumen und die Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit Wasser. Zudem müssten Notfallpläne erstellt werden, um bei extremen Wetterlagen schnell reagieren zu können. Auch eine personelle Aufstockung sei notwendig, da die Hitze das Pflegepersonal zusätzlich belaste und die Arbeitsbedingungen verschlechtere.

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Belastung für Pflegekräfte

Die Pflegekräfte selbst leiden ebenfalls unter den hohen Temperaturen. Viele Heime haben keine ausreichenden Ruheräume mit Klimaanlage, und die Arbeitsbelastung steige durch die zusätzliche Versorgung der Bewohner. Verdi fordert daher, dass die Arbeitgeber für Abkühlung sorgen und flexible Arbeitszeiten ermöglichen. Die Diakonie betont, dass der Hitzeschutz nicht nur eine Frage der Fürsorge für die Bewohner, sondern auch des Arbeitsschutzes sei.

Die Situation sei in vielen Einrichtungen bereits jetzt kritisch, warnen die Organisationen. Ohne schnelle Gegenmaßnahmen drohten gesundheitliche Schäden für die Bewohner und eine Überlastung des Pflegepersonals. Die Politik müsse jetzt handeln, um eine Katastrophe zu verhindern.

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