Neues „Haus der Jugend“ am Südkreuz: Siegerentwurf gekürt
Haus der Jugend am Südkreuz: Siegerentwurf steht fest

In Berlin-Tempelhof-Schöneberg soll das neue „Haus der Jugend“ am Südkreuz entstehen. Der Realisierungswettbewerb für das Bauvorhaben hat einen Sieger hervorgebracht: Das Preisgericht unter dem Vorsitz der Architektin Jórunn Ragnarsdóttir kürte einstimmig den Entwurf von Max Hacke vom Büro Hacke aus Berlin mit dem ersten Preis. Zudem wurden zwei weitere Preise sowie eine Anerkennung vergeben.

Dauerhafte Heimat für Drugstore und Potse

Das Haus der Jugend soll den bisher nur provisorisch untergebrachten Jugendeinrichtungen Drugstore und Potse eine feste Bleibe bieten. Beide Kollektive blicken auf eine Geschichte bis in die 1970er-Jahre zurück und zählen zu den ältesten selbstverwalteten Jugendzentren Berlins. Darüber hinaus wird ein weiterer Träger Bildungsangebote bereitstellen, insbesondere zur Unterstützung beim Erwerb von Schulabschlüssen nach dem Ende der regulären Schulpflicht.

Siegerentwurf überzeugt Jury

Die Jury lobte die klare städtebauliche Setzung mit einem kompakten, zweigeschossigen Baukörper. Großzügige Freiflächen sowie Fassaden- und Dachbegrünung tragen positiv zum Stadtklima bei. Die Eingänge und die Orientierung über den zentralen Innenhof sind gut gelöst und fördern Begegnung sowie Barrierefreiheit. Positiv bewertet wurden zudem die klar strukturierten Grundrisse, die funktionale Trennung der Nutzungen und die robuste Materialwahl mit wiederverwendeten Baustoffen. Das Zusammenspiel aus Innenhof, Konstruktion und Begrünung schafft ein eigenständiges und identitätsstiftendes Erscheinungsbild. Insgesamt biete der Entwurf eine überzeugende und überraschend einfache Lösung der komplexen Aufgabe.

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Projektdetails und Zeitplan

Der Realisierungswettbewerb wurde von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen in enger Abstimmung mit dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg europaweit ausgelobt. Das Haus der Jugend wird am Werner-Voß-Damm 47 errichtet. Das Raumprogramm umfasst eine Nutzungsfläche von rund 800 Quadratmetern mit Veranstaltungsräumen, Büros, Seminarräumen, einer Bibliothek, Proberäumen und einer Werkstatt. Die Kosten belaufen sich auf rund 7,174 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2030 vorgesehen.

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