BVG beendet Werbekampagne von rechtspopulistischem Portal Nius
BVG stoppt Nius-Werbung mit sofortiger Wirkung

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben die Werbekampagne des rechtspopulistischen Portals Nius mit sofortiger Wirkung beendet. Das gab das Unternehmen am Freitag in einer offiziellen Mitteilung bekannt. Die BVG forderte ihren Werbevermarkter auf, die Schaltung der Werbung umgehend zu stoppen. Hintergrund ist die Veröffentlichung eines Werbemotivs auf Social Media, das den Eindruck erweckte, es sei in der Berliner U-Bahn platziert. Aus Sicht der BVG und nach rechtlicher Bewertung überschreitet dieses Motiv die Grenzen der zulässigen Meinungs- und Werbefreiheit.

Kritik an der Werbung für Nius

Bereits seit mehreren Tagen stand die BVG wegen der Werbung für das rechte Portal von Julian Reichelt in der Kritik. Nius bewarb sich unter anderem auf einem Doppeldecker-Bus mit dem Slogan: „Morgens um 6 schon wissen, was einem abends um 8 verschwiegen wird“. Dieser Spruch zielte offensichtlich auf die Tagesschau ab, was bei vielen Bürgern und politischen Beobachtern auf Unverständnis stieß.

Reaktion der BVG

Die BVG betonte, dass sie sich von den Inhalten der Werbung distanziere. Das Unternehmen wolle nicht mit Botschaften in Verbindung gebracht werden, die die öffentliche Meinung in einer Weise beeinflussen, die nicht mit den Werten der BVG vereinbar sei. Die Entscheidung, die Kampagne zu beenden, sei nach sorgfältiger Prüfung und in Abstimmung mit rechtlichen Beratern getroffen worden.

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Hintergrund zu Nius

Nius ist ein rechtspopulistisches Nachrichtenportal, das von Julian Reichelt, dem ehemaligen Chefredakteur der Bild-Zeitung, gegründet wurde. Das Portal steht immer wieder in der Kritik, weil es mit reißerischen Überschriften und einer einseitigen Berichterstattung auffällt. Die Werbekampagne der BVG sollte ursprünglich die Reichweite des Portals erhöhen, doch die Kontroverse führte nun zum vorzeitigen Aus.

Weitere Details zu diesem Fall werden in Kürze erwartet. Die BVG hat angekündigt, ihre Werberichtlinien zu überprüfen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.

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