Der öffentliche Aufschrei war gewaltig: Nachdem die Pläne für eine Bebauung der traditionsreichen Späth’schen Baumschulen im Berliner Südosten bekannt wurden, sammelten Anwohner innerhalb kurzer Zeit 22.000 Unterschriften gegen das Vorhaben. Am 3. Juli überreichten die neuen Geschäftsführerinnen der Baumschulen die Unterschriftenlisten an Bausenator Christian Gaebler (SPD). Der Senat signalisierte daraufhin Einlenken.
Widerstand gegen Bebauungspläne
Die Späth’sche Baumschulen, ein grünes Traditionsgelände in Berlin-Treptow, sollte nach den ursprünglichen Plänen des Senats teilweise bebaut werden. Geplant waren Wohnungen und Gewerbeflächen, was bei den Anwohnern auf heftigen Widerstand stieß. „Der öffentliche Aufschrei war gewaltig“, berichteten die Anwohner. Sie befürchten den Verlust eines wichtigen Naherholungsgebiets und eines Stücks Berliner Geschichte.
Die Initiative „Rettet die Späth’schen Baumschulen“ organisierte Proteste und startete eine Unterschriftenaktion. Innerhalb weniger Wochen kamen 22.000 Unterschriften zusammen – ein deutliches Zeichen des Unmuts in der Bevölkerung. Die neuen Geschäftsführerinnen der Baumschulen unterstützten den Protest und übergaben die Listen persönlich an Bausenator Gaebler.
Senat lenkt ein
Der Druck zeigte Wirkung: Der Senat kündigte an, die Bebauungspläne zu überdenken. Bausenator Gaebler zeigte sich offen für Gespräche mit den Anwohnern und versprach, die Bedenken ernst zu nehmen. „Wir werden alternative Lösungen prüfen, die den Erhalt des grünen Charakters des Geländes ermöglichen“, erklärte Gaebler. Eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.
Die Späth’schen Baumschulen sind ein historisches Gelände mit einer über 200-jährigen Tradition. Sie gelten als eine der ältesten Baumschulen Deutschlands und sind ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und Naturfreunde. Der Erhalt des Geländes ist für viele Anwohner nicht nur eine Frage der Lebensqualität, sondern auch des kulturellen Erbes.
Weitere Schritte geplant
Die Initiative „Rettet die Späth’schen Baumschulen“ will den Druck aufrechterhalten. Geplant sind weitere Protestaktionen und Gespräche mit Bezirks- und Senatspolitikern. „Wir werden nicht nachlassen, bis die Bebauungspläne endgültig vom Tisch sind“, so eine Sprecherin der Initiative. Die Anwohner hoffen, dass der Senat sein Einlenken in konkrete Taten umsetzt und das Gelände dauerhaft schützt.



