GEW startet Petition für bessere Bedingungen im Lehrer-Vorbereitungsdienst
GEW-Petition für bessere Lehrerausbildung in Thüringen

GEW startet Petition für bessere Bedingungen im Vorbereitungsdienst für Lehrer

Erfurt (dpa/th) - Die Bildungsgewerkschaft GEW in Thüringen hat eine Petition gestartet, um die Bedingungen für angehende Lehrerinnen und Lehrer im Vorbereitungsdienst zu verbessern. Ziel sei eine Ausbildung, die die angehenden Lehrkräfte stärke, professionell begleite und auf den Beruf vorbereite, teilte die Thüringer Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit.

Um Lehrer zu werden, ist in der Regel ein Studium an einer Universität erforderlich. Dort absolvieren die angehenden Lehrer das erste Staatsexamen. Das zweite Staatsexamen wird im Rahmen des Vorbereitungsdienstes erworben, der noch einmal rund zwei Jahre dauert. Diese Zeit gilt als besonders stressig und wird vergleichsweise schlecht vergütet.

Forderung nach besserer Bezahlung und transparenten Strukturen

Die GEW fordert Änderungen in der Verordnung über die Ausbildung und zweite Staatsprüfung für Lehrämter. Konkret verlangt die Gewerkschaft unter anderem starke Mitbestimmungsrechte für die Referendare, transparente Prüfungsanforderungen, eine Begrenzung der Unterrichtsverpflichtung sowie eine bessere Bezahlung im Vorbereitungsdienst.

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„Der Vorbereitungsdienst muss eine Phase sein, die stärkt, qualifiziert und Mut macht – nicht eine Zeit, in der junge Lehrkräfte durch unklare Strukturen, Überlastung und Unsicherheit ausgebremst werden“, sagte GEW-Landesvorsitzende Kathrin Vitzthum. Die Petition soll den Druck auf die Landesregierung erhöhen, die Rahmenbedingungen für den Vorbereitungsdienst grundlegend zu reformieren.

Hintergrund der Petition sind langjährige Kritik von Referendaren an den Arbeitsbedingungen. Viele beklagen eine zu hohe Unterrichtsverpflichtung, mangelnde Unterstützung durch die Ausbilder und unklare Bewertungskriterien bei den Prüfungen. Zudem sei die Vergütung im Vergleich zu anderen Bundesländern zu niedrig, was den Beruf des Lehrers unattraktiver mache.

Die GEW hofft, mit der Petition eine breite öffentliche Debatte anzustoßen und letztlich eine Verbesserung der Situation für alle angehenden Lehrer in Thüringen zu erreichen. Die Petition kann online unterzeichnet werden und wird nach Abschluss dem Thüringer Bildungsministerium übergeben.

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