Daniel Libeskind soll Berliner Urania retten – Zeit wird knapp
Daniel Libeskind soll Berliner Urania retten

Die älteste Bildungsinstitution Berlins, die Urania, steht vor einer umfassenden Sanierung. Ein internationales Architektenteam um Daniel Libeskind und das Büro rw+ hat die Ausschreibung für die Neugestaltung gewonnen. Die Pläne liegen dem Tagesspiegel exklusiv vor. Doch die Umsetzung ist gefährdet, da das Land Berlin noch keine klare Zusage gegeben hat.

Prekäre Lage der Urania

Die Urania, seit über 130 Jahren ein Ort der Erwachsenenbildung und Wissenschaftskommunikation, ist stark sanierungsbedürftig. Die Bausubstanz ist marode, die Technik veraltet. Ohne eine grundlegende Modernisierung droht der Betrieb langfristig zum Erliegen zu kommen.

Finanzierung steht teilweise

Der Bund hat bereits 32,5 Millionen Euro für das Projekt zugesagt. Das reicht jedoch nicht aus. Das Land Berlin muss ebenfalls einen erheblichen Beitrag leisten. Der Senat hat sich bisher nicht verbindlich geäußert, was die Planungen verzögert.

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Entwürfe von Libeskind

Die Architekten um Daniel Libeskind, bekannt für das Jüdische Museum Berlin, haben einen Entwurf vorgelegt, der die historische Bausubstanz bewahrt und gleichzeitig moderne Nutzungskonzepte integriert. Geplant sind unter anderem ein neuer Eingangsbereich, verbesserte Veranstaltungsräume und eine barrierefreie Erschließung.

Zeitdruck und politische Blockade

Die Zeit drängt: Die Fristen für die Fördergelder laufen ab. Sollte der Senat nicht bald Farbe bekennen, könnte das gesamte Projekt scheitern. Die Urania-Direktion appelliert an die Politik, endlich zu handeln.

Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) steht in der Verantwortung. Bisher gibt es jedoch kein klares Signal aus dem rot-schwarzen Senat. Die Opposition kritisiert die Verzögerung und fordert einen sofortigen Beschluss.

Bedeutung der Urania für Berlin

Die Urania ist weit mehr als ein Gebäude. Sie ist eine Institution mit bundesweiter Strahlkraft. Jährlich besuchen Zehntausende Menschen Vorträge, Kurse und Veranstaltungen. Eine Schließung oder ein längerer Leerstand wäre ein herber Verlust für die Bildungslandschaft.

Nächste Schritte

Bis zum Sommer muss eine Entscheidung fallen. Die Architekten stehen bereit, die Bauarbeiten könnten 2025 beginnen. Ob es dazu kommt, liegt nun in den Händen des Senats. Die Urania hofft auf ein positives Signal – bevor die Zeit endgültig abläuft.

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