Das Großprojekt für die Landeshauptstadt Potsdam nimmt immer konkretere Formen an: Der von der Hasso-Plattner-Stiftung finanzierte Universitätscampus auf dem Brauhausberg steht im Mittelpunkt einer öffentlichen Informationsveranstaltung. Am 16. Juni können sich die Potsdamerinnen und Potsdamer ein Bild von den ersten Entwürfen machen. Das Rathaus lädt um 18.30 Uhr zu einer Informationsveranstaltung mit begleitender Ausstellung in den Langen Stall im neuen Kreativquartier an der Plantage ein. Dort werden die ersten Entwürfe zum Bebauungsplan Nr. 188 „Universitätscampus Brauhausberg“ präsentiert – in einer Ausstellung und im Austausch mit Ansprechpartnern vor Ort.
Frühzeitige Bürgerbeteiligung gestartet
Eine entsprechende Information hat das Rathaus am Dienstag veröffentlicht. Hintergrund ist die „frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit“ für solche Verfahren, die jetzt gestartet ist und bis zum 30. Juni läuft. In diesem Zeitraum können sich Bürger aktiv in das Bebauungsplanverfahren sowie in die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans einbringen, machte die Stadtverwaltung deutlich. „Die transparente Vermittlung der Planungs- und Vorhabensfortschritte und eine aktive öffentliche Beteiligung bleiben für uns von zentraler Bedeutung“, sagte der Baubeigeordnete Bernd Rubelt (parteilos).
Vorentwurf basiert auf Qualifizierungsverfahren
Der nun vorgelegte Vorentwurf basiert auf einem städtebaulichen Qualifizierungsverfahren, das seit Jahresbeginn durchgeführt wurde. Im Ergebnis kristallisierte sich eine Vorzugsvariante heraus, die laut Rathaus durch größere städtebauliche Qualitäten, einen höheren Baumerhalt und einen geringeren Versiegelungsgrad überzeugte. Diese wird am 16. Juni erstmals detailliert der Öffentlichkeit präsentiert.
Ziel: Ansiedlung der Universität Potsdam
Ziel des Bebauungsplans ist es, die Voraussetzungen für die Ansiedlung der Universität Potsdam auf dem Brauhausberg zu schaffen. Die Flächen auf der Bergkuppe sollen als Sondergebiet für universitäre Nutzungen festgesetzt werden. Auch studentisches Wohnen soll ermöglicht werden. Das bestehende, denkmalgeschützte Gebäude einer ehemaligen Kriegsschule, das bis 2013 vom Landtag Brandenburg genutzt wurde, soll einbezogen werden. Für den neuen Campus soll das Hasso-Plattner-Institut am Campus Griebnitzsee zu einem europaweit führenden digitalen Forschungsstandort erweitert werden.
So können Sie sich beteiligen
Kommentierungen sind über die Plattform DiPlan möglich. Weitere Informationen gibt es unter: mitgestalten.potsdam.de/de/Brauhausberg. Die Stadtverwaltung betont, dass die Beteiligung der Öffentlichkeit ein zentraler Bestandteil des Planungsprozesses ist. Interessierte Bürger haben die Möglichkeit, ihre Anregungen und Bedenken einzubringen, um die künftige Gestaltung des Campus aktiv mitzugestalten.



