Berlin bleibt bei Studierenden aus aller Welt weiterhin sehr gefragt. Das zeigt die aktuelle Analyse „Wissenschaft weltoffen kompakt“ des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), die umfassende Daten zur Internationalisierung des Studiums in Deutschland erhebt.
Hoher Anteil internationaler Studierender in Berlin
Im Wintersemester 2024/25 waren rund 42.721 ausländische Studierende an Berlins Hochschulen immatrikuliert. Dies entspricht einem Anteil von 21,3 Prozent aller Studierenden in der Hauptstadt. Damit liegt Berlin im Bundesländervergleich auf dem zweiten Platz – nur Brandenburg hat mit 23,9 Prozent einen noch höheren Anteil internationaler Studierender.
Deutlicher Anstieg seit 2019
Die Zahl der internationalen Studierenden in Berlin ist seit dem Wintersemester 2019/20 um 19,1 Prozent gestiegen. Damals waren es noch 35.864 ausländische Studierende. Besonders die Technische Universität, die Freie Universität und die Humboldt-Universität verzeichnen hohe Zahlen internationaler Studierender.
Starker Zuwachs in Thüringen und Brandenburg
Bundesweit fällt vor allem der rasante Anstieg in Thüringen (+131,7 Prozent) und Brandenburg (+70,4 Prozent) innerhalb von fünf Jahren auf. Insgesamt studierten im Wintersemester 2024/25 mehr als 402.000 internationale Studierende an deutschen Hochschulen. Rund 55 Prozent von ihnen waren in den besonders nachgefragten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) eingeschrieben.
Erasmus-Programm: Berlin auf Platz vier
Bei Erasmus-Studierenden, die mit dem Förderprogramm der Europäischen Union nach Berlin kommen, belegte die Hauptstadt 2024 mit 2.403 Einschreibungen den vierten Platz. Spitzenreiter war Baden-Württemberg mit 4.049 Erasmus-Studierenden, gefolgt von Bayern (3.846) und Nordrhein-Westfalen (3.448).
Die Daten belegen: Berlin ist und bleibt ein attraktiver Standort für internationale Studierende, auch wenn andere Bundesländer in einigen Bereichen noch vorne liegen.



