Kasupke: 72.000 Euro Übergangsgeld für drei Monate Digitalisierungsstaatssekretär
72.000 Euro für drei Monate Digitalisierungsstaatssekretär

Meinung: Berliner Schnauze – Kasupke ärgert sich über einen Abzocker in der Landesregierung Berlin. Berlins oberster Digitalisierer geht wieder – und kassiert nach drei Monaten im Amt 72.000 Euro Übergangsgeld. Wer hat den Mann eingestellt?

Ein Fall von dreister Abzocke?

Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt. Erst bittet Berlins noch neuer Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, um seine Entlassung. Und nachdem Regierungschef Wegner zugestimmt hat, zieht er sein Gesuch zurück. Könnte man unter Verwirrung der Gefühle kopfschüttelnd verbuchen, wenn es nicht so teuer wäre. Weil Hundt nun ohne Entlassungsgesuch geht, stehen ihm über siebzigtausend Euro Übergangsgeld zu. Für 69 Tage im Amt, in denen er vor allem durch schlechtes Benehmen aufgefallen ist.

Die Verantwortung liegt bei Wegner

Aber ich ärgere mich genauso über alle Wegner. Wieso hat er den merkwürdigen Typ überhaupt eingestellt? Die Entscheidung, einen Staatssekretär zu berufen, fällt nicht vom Himmel. Es ist die Aufgabe des Regierungschefs, geeignete Kandidaten zu prüfen und auszuwählen. Dass hier offenbar ein Fehlgriff passiert ist, wirft Fragen auf. Warum wurde Hundt eingestellt, wenn er offensichtlich nicht die nötige Qualifikation oder Eignung mitbrachte?

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Ein teurer Fehler

Die Summe von 72.000 Euro ist nicht nur eine Peinlichkeit, sondern auch eine Verschwendung von Steuergeldern. In Zeiten knapper Kassen und notwendiger Investitionen in die Digitalisierung der Hauptstadt ist das ein fatales Signal. Die Bürgerinnen und Bürger Berlins haben ein Recht darauf, dass ihre Steuergelder sinnvoll eingesetzt werden. Stattdessen wird ein Staatssekretär nach nur 69 Tagen mit einer üppigen Abfindung entlassen.

Was lernt man daraus?

Dieser Vorfall zeigt, dass bei der Besetzung von Spitzenpositionen in der Landesregierung mehr Sorgfalt walten muss. Es kann nicht sein, dass jemand ohne ausreichende Prüfung eingestellt wird und dann bei Misserfolg mit hohen Zahlungen abgespeist wird. Die Berliner Schnauze ist bekannt für ihre direkte Art – und hier ist sie angebracht: So etwas darf sich nicht wiederholen.

Kasupke bleibt dran und wird weiterhin kritisch die Arbeit der Landesregierung begleiten. Denn die Bürger haben es verdient, von kompetenten und integeren Persönlichkeiten vertreten zu werden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration