Oktoberfest 2026: Bierpreise steigen um 2,38 Prozent – ein Zelt wird günstiger
Oktoberfest 2026: Bierpreise steigen – ein Zelt wird günstiger

München – Der Besuch auf der Wiesn wird auch im Jahr 2026 kein günstiges Vergnügen. Wer sich eine Maß Bier gönnen möchte, muss erneut tiefer in die Tasche greifen. In den Festzelten kostet das Festbier zwischen 14,80 Euro und 15,90 Euro. Damit bleibt der Preis zwar knapp unter der 16-Euro-Marke, doch billiger wird der Abend auf der Theresienwiese trotzdem nicht.

Durchschnittliche Preissteigerung von 2,38 Prozent

Nach Angaben der Stadt München klettern die Bierpreise im Durchschnitt um 2,38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch alkoholfreie Getränke werden teurer: Ein Liter Tafelwasser kostet durchschnittlich 11,13 Euro (Vorjahr: 10,95 Euro), der Liter Spezi liegt bei 12,84 Euro (Vorjahr: 12,48 Euro). Eine Möglichkeit zum Sparen bieten die kostenlosen Trinkwasserbrunnen auf dem Festgelände – im Vorjahr waren es zehn.

Das günstigste und das teuerste Bier

Die günstigste Maß gibt es in diesem Jahr in der Augustiner-Festhalle für 14,90 Euro – 40 Cent mehr als 2025. Am teuersten ist das Bier im Armbrustschützen-Festzelt, in der Bräurosl und im Löwenbräu-Festzelt: Dort kostet die Maß jeweils 15,90 Euro. Die Preissteigerungen liegen zwischen 20 Cent (Familienplatzl) und 60 Cent (Kufflers Weinzelt für Weißbier). Die vollständige Preisliste für 35 große und kleine Festhallen und Bierzelte zeigt die folgende Aufstellung.

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Große Festzelte

  • Armbrustschützen-Festzelt: 15,90 Euro (+50 Cent)
  • Augustiner-Festhalle: 14,90 Euro (+40 Cent)
  • Bräurosl: 15,90 Euro (+50 Cent)
  • Fischer-Vroni: 15,75 Euro (+35 Cent)
  • Hacker-Festzelt: 15,80 Euro (+40 Cent)
  • Hofbräuhaus-Festzelt: 15,80 Euro (+40 Cent)
  • Käfer-Wiesn-Schänke: 15,80 Euro (+40 Cent)
  • Löwenbräu-Festzelt: 15,90 Euro (+50 Cent)
  • Marstall: 15,80 Euro (+40 Cent)
  • Ochsenbraterei: 15,80 Euro (+45 Cent)
  • Paulaner-Festzelt: 15,80 Euro (+40 Cent)
  • Schottenhamel-Festhalle: 15,80 Euro (+40 Cent)
  • Schützen-Festzelt: 15,80 Euro (+40 Cent)
  • Kufflers Weinzelt (Weißbier): 18,40 Euro (+60 Cent)

Kleine Festzelte (Auswahl)

  • Ammer: 14,95 Euro (+45 Cent)
  • Familienplatzl: 14,80 Euro (+20 Cent)
  • Feisinger's Käs & Weinstub'n: 15,60 Euro (+40 Cent)
  • Fisch-Bäda: 15,80 Euro (+40 Cent)
  • Glöckle-Wirt: 15,90 Euro (+40 Cent)
  • Goldener Hahn: 15,90 Euro (+40 Cent)
  • Haxnbraterei: 15,70 Euro (+50 Cent)
  • Heimer: 15,70 Euro (+40 Cent)
  • Heinz Wurst- und Hühnerbraterei: 15,90 Euro (+40 Cent)
  • Kalbsbraterei: 15,80 Euro (+30 Cent)
  • Münchner Knödelei: 15,70 Euro (+40 Cent)
  • Münchner Stubn: 15,50 Euro (-30 Cent)
  • Poschner: 15,90 Euro (+30 Cent)
  • Vinzenz Murr Metzgerstubn: 15,80 Euro (+50 Cent)
  • Wildstuben: 15,80 Euro (+40 Cent)
  • Wirtshaus im Schichtl: 14,90 Euro (+/-0)
  • Zur Bratwurst: 15,70 Euro (+60 Cent)

Oide Wiesn

  • Festzelt Tradition: 15,80 Euro (+45 Cent)
  • Musikantenzelt: 15,30 Euro (+50 Cent)
  • Museumszelt: 14,80 Euro (+20 Cent)
  • Volkssängerzelt: 14,90 Euro (+/-0)

Wiesn-Wirte rechtfertigen Preiserhöhung

Die Wiesn-Wirte bezeichnen die Preiserhöhung als „moderat“. Der Preisdruck durch die Corona-Krise, den Ukraine-Krieg und den Iran-Krieg sowie stark gestiegene Transportkosten habe nicht nachgelassen. Wirtesprecher Peter Inselkammer betont: „Wir geben die Mehrkosten nicht komplett weiter an unsere Gäste.“ Der Einkauf sei um 6,5 Prozent teurer geworden.

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Ein Zelt senkt den Preis

Eine Nullrunde gibt es im Volkssängerzelt (Oide Wiesn) und im Wirtshaus im Schichtl – dort bleibt die Maß bei 14,90 Euro. Noch ungewöhnlicher: Alexander Egger senkt mit seinen Münchner Stubn als einziger Wirt den Preis. Die Maß kostet dort nun 15,50 Euro statt 15,80 Euro im Vorjahr – eine Reduzierung um 30 Cent.

Essen bleibt auf Vorjahresniveau

Bei den Speisen sollen die Preise stabil bleiben. Wirtesprecher Christian Schottenhamel erklärt: „Hier bewegen wir uns auf dem Niveau des Vorjahres, obwohl die Kosten für Security, Auf- und Abbau und das eigene Personal gestiegen sind.“

Stadt München prüft Angemessenheit

Die Getränkepreise werden nicht von der Stadt vorgegeben, sondern von den Wirten selbst kalkuliert. Die Stadt prüft lediglich, ob die Preise angemessen sind. Als Vergleich dienen unter anderem die Preise in Münchner Gaststätten, wo ein Liter Bier derzeit zwischen 7,70 und 13,40 Euro kostet.

Oktoberfest 2026: Termin und Besuchererwartung

Das Oktoberfest 2026 beginnt am 19. September mit dem traditionellen Anstich im Schottenhamel-Zelt und endet am 4. Oktober. Auf der Theresienwiese werden rund sechs Millionen Besucher erwartet.