Bluttat in Aschaffenburg: Mann attackiert Ex-Partnerin und neuen Freund
Ein 55-jähriger Mann hat am Morgen in einem Mehrfamilienhaus in Aschaffenburg seine Ex-Frau (42) und deren neuen Freund (44) mit einem Messer angegriffen. Beide Opfer schweben nach der Tat in Lebensgefahr. Der Vorfall löste einen Großeinsatz der Polizei aus, bei dem auch ein Spezialeinsatzkommando (SEK) zum Einsatz kam.
Nachbarin alarmiert Polizei
Gegen 8 Uhr morgens wählte eine Nachbarin den Notruf, nachdem sie einen lauten Streit aus der Wohnung gehört hatte. Als die ersten Streifenpolizisten am Tatort in der Haidstraße eintrafen, fanden sie die beiden Schwerverletzten vor dem Haus. Die Opfer – eine Ukrainerin und ein Deutsch-Marokkaner – hatten tiefe Stichwunden erlitten und sich offenbar aus dem Haus retten können. Sie wurden umgehend in ein Krankenhaus gebracht, wo die Frau notoperiert werden musste. Auch der Freund wurde operiert.
SEK durchsucht Wohnung
Zunächst war unklar, ob der tatverdächtige Ex-Mann der Verletzten, ein Armenier, geflüchtet war oder sich noch im Gebäude befand. Die Polizei leitete eine Fahndung ein und bat die Bevölkerung, keine Anhalter mitzunehmen. Ein Hubschrauber kreiste über dem Stadtteil. Am späten Vormittag drang das SEK schließlich in die Wohnung ein. Dort fanden die Beamten den Angreifer tot vor. Nach ersten Erkenntnissen hatte er sich selbst das Leben genommen. Die genaue Todesursache war zunächst Gegenstand der Ermittlungen.
Ermittlungen wegen versuchten Totschlags
Die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen. Es wird wegen versuchten Totschlags in zwei Fällen ermittelt. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Auch die Tatwaffe – vermutlich ein Messer – wurde sichergestellt. Die Polizei sperrte den Bereich um das gepflegte Mehrfamilienhaus weiträumig ab. Die Bewohner wurden von den Beamten betreut.
Die Staatsanwaltschaft wird voraussichtlich im Laufe des Tages weitere Details bekannt geben. Die Opfer befinden sich weiterhin in kritischem Zustand.



