Wegovy als Tablette: Neue Hoffnung für Übergewichtige
Bald könnte der Wirkstoff von Ozempic und Wegovy auch in der Europäischen Union in Tablettenform erhältlich sein. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat die Zulassung der oralen Version bereits empfohlen. Doch wie effektiv ist die Pille wirklich? Eine Nutzerin aus den USA teilt ihre Erfahrungen, während Experten auf mögliche Risiken hinweisen.
Funktionsweise und Wirksamkeit
Der Wirkstoff Semaglutid, der in den Spritzen von Ozempic und Wegovy steckt, wird nun als Tablette angeboten. Studien zeigen, dass Patienten mit der oralen Einnahme im Durchschnitt etwa 15 Prozent ihres Körpergewichts verlieren können. Die Tablette wird einmal täglich eingenommen und entfaltet ihre Wirkung, indem sie das Sättigungsgefühl verstärkt und den Appetit reduziert.
Erfahrungen einer Nutzerin aus den USA
Eine 45-jährige Frau aus New York berichtet: „Ich habe innerhalb von sechs Monaten 12 Kilogramm abgenommen. Die Tablette ist viel bequemer als die wöchentliche Spritze.“ Sie betont jedoch, dass Übelkeit und Magenbeschwerden häufige Nebenwirkungen sind, die sich aber nach einigen Wochen legten.
Risiken und Nebenwirkungen
Ärzte warnen vor möglichen Risiken wie Entzündungen der Bauchspeicheldrüse oder Gallensteinen. Zudem ist die Tablette nicht für jeden geeignet. „Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen sollten die Einnahme meiden“, erklärt Dr. med. Sabine Müller vom Deutschen Institut für Ernährungsmedizin. Die Kosten werden voraussichtlich ähnlich hoch sein wie bei den Spritzen, also etwa 300 Euro pro Monat.
Zulassung und Verfügbarkeit
Die EMA hat die Zulassung empfohlen, die endgültige Entscheidung wird in den nächsten Wochen erwartet. Experten rechnen damit, dass die Tablette ab Anfang 2027 in deutschen Apotheken erhältlich sein wird. Dann könnten Millionen von Übergewichtigen von der neuen Behandlungsoption profitieren.
Fazit
Die Wegovy-Tablette bietet eine vielversprechende Alternative zur Spritze, ist aber kein Wundermittel. Eine gesunde Ernährung und Bewegung bleiben unerlässlich. Patienten sollten vor der Einnahme unbedingt ärztlichen Rat einholen.



