Schlangen-Alarm auf den Balearen: Hufeisennatter breitet sich aus
Auf den beliebten Urlaubsinseln Mallorca, Ibiza und Formentera sorgt eine invasive Schlangenart für Aufregung. Die sogenannte Hufeisennatter wird immer häufiger gesichtet – nicht nur an Stränden, sondern auch im Meer. In sozialen Medien kursieren Videos, die die Tiere zwischen Sonnenliegen oder beim Schwimmen zeigen. Doch Urlauber müssen keine Panik haben, denn die Schlange ist für Menschen ungefährlich.
Wie gelangte die Hufeisennatter auf die Balearen?
Forscher vermuten, dass die Tiere vor etwa 20 Jahren vom spanischen Festland auf die Inseln kamen. Sie versteckten sich vermutlich in den Stämmen und Wurzeln von Olivenbäumen, die zu Zierzwecken importiert wurden. Auf den Balearen fanden die Nattern ideale Lebensbedingungen vor. Besonders auf Ibiza gab es reichlich Mauereidechsen, die die Schlangen nicht als Feinde erkannten. In der Folge sind die Bestände der Eidechsen stark zurückgegangen.
Ausbreitung und Verhalten der Hufeisennatter
Die Hufeisennatter sucht aufgrund von Nahrungsknappheit neue Reviere und Beutequellen. Dabei gelangt sie auch ins Wasser, wo sie erstaunlich gut schwimmen kann. Die Schlange wird bis zu zwei Meter lang, hat eine schwarz-bläuliche Oberseite und gelbliche Flecken. Sie ist nicht giftig und meidet in der Regel den Kontakt zu Menschen. Nur wenn sie sich bedroht fühlt, kann sie zubeißen. Urlauber brauchen sich daher keine Sorgen zu machen.
Bedrohung für heimische Arten
Deutlich dramatischer ist die Lage für die heimische Mauereidechse. Ihr Bestand ist vielerorts stark zurückgegangen oder sogar ganz verschwunden. Die Eidechsen haben keine natürlichen Abwehrstrategien gegen die invasiven Schlangen. Da sie eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen, ist dies problematisch. Die Regionalregierung der Balearen versucht, die Ausbreitung der Hufeisennatter mit Fallen und Überwachung zu stoppen. Zudem läuft ein Erhaltungsprogramm für die gefährdeten Mauereidechsen.



