Die anhaltende Hitzewelle in Brandenburg beschert den Eisdielen im Land einen regelrechten Ansturm. „Es läuft sehr gut“, sagt Natascha Volodihin, Betreiberin des „Ice Guerilla Store“ in Beeskow. Die hohen Temperaturen treiben die Menschen in die Kühlung – und das direkt in die Eisdielen. Besonders unter der Woche ist der Andrang groß, wenn viele in der Mittagspause oder nach Feierabend vorbeikommen.
Wochenendgeschäft flaut ab – Badetage bremsen Eisverkauf
Am Wochenende hingegen sieht die Lage anders aus: „Dann haben wir so viel Betrieb wie bei Regen“, erklärt Volodihin. Viele Brandenburger zieht es dann an die Seen und ins Freibad, sodass der Eisverkauf etwas nachlässt. Unter der Woche hingegen strömen nicht nur Berufstätige, sondern auch Schüler aus den umliegenden Schulen in Scharen in die Eisdiele. Rentner bevorzugen dagegen das direkt gegenüberliegende Stadtcafé, das ebenfalls von Volodihin betrieben wird. „Dort kann man sich schön hinsetzen“, sagt sie. Die Eisdiele sei eher für Leute, die ihr Eis „auf die Hand“ mitnehmen möchten.
Klassiker dominieren: Vanille und Schoko vorn
In diesem Jahr liegen besonders die traditionellen Eissorten im Trend. „Klassiker wie Vanille und Schoko laufen am besten“, berichtet Volodihin. Aber auch Cookie, Mango und Joghurt erfreuen sich großer Beliebtheit. Die hohen Temperaturen befeuern das Geschäft generell, doch für ihre Mitarbeiter wünscht sich die Unternehmerin etwas milderes Wetter. „Die Leute sind bei der Hitze matt, alles läuft etwas behäbiger“, erklärt sie. Ihre Idealvorstellung: „Am besten wären Temperaturen knapp unter 30 Grad.“
Herausforderungen für das Personal bei extremer Hitze
Die extreme Wärme stellt nicht nur die Kunden, sondern auch das Personal vor Herausforderungen. Die Arbeit in der Eisdiele wird bei hohen Temperaturen anstrengender, die Produktion und der Verkauf erfordern zusätzliche Konzentration. Trotz des guten Geschäfts hofft Volodihin daher auf eine leichte Abkühlung, um die Arbeitsbedingungen für ihr Team zu verbessern. Die Nachfrage nach Speiseeis bleibt jedoch ungebrochen, solange das Thermometer über 30 Grad klettert.



