Kaffeevollautomaten werden in Deutschland immer beliebter. Laut einer Konsumanalyse des Deutschen Kaffeeverbandes steht mittlerweile in jedem dritten Haushalt ein solches Gerät. Doch die Anschaffungskosten sind oft hoch – viele Modelle kosten weit über 500 Euro. Dabei gibt es auch günstige Alternativen, die im Test überzeugen können. Das Verbrauchermagazin IMTEST hat 18 Kaffeevollautomaten unter die Lupe genommen und festgestellt: Auch für unter 500 Euro gibt es Geräte mit guter Espresso-Qualität, einfacher Bedienung und praktischer Ausstattung.
Testsieger unter 500 Euro: Philips Serie 5400
Mit einer Gesamtnote von 2,21 („gut“) belegt der Philips Serie 5400 Kaffeevollautomat den Spitzenplatz unter den günstigen Modellen. Das Gerät überzeugt durch einen feinporigen Milchschaum, eine einfache Handhabung und ein farbiges Touchdisplay. Über dieses lassen sich elf verschiedene Kaffeespezialitäten auswählen, darunter Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato und Americano. Die Funktion „My Coffee Choice“ erlaubt es, Stärke, Füllmenge und Temperatur individuell anzupassen. Zudem können vier persönliche Nutzerprofile angelegt werden. Das LatteGo-Milchsystem schäumt Milch und Luft in einer separaten Kammer auf. Ein Keramikmahlwerk mit zwölf Mahlgraden sorgt für die richtige Körnung. Der AquaClean-Wasserfilter verlängert die Entkalkungsintervalle. Zur Ausstattung gehören ein abnehmbarer Wassertank, ein Bohnenbehälter mit Aromaschutzdeckel und eine herausnehmbare Brühgruppe.
Philips 2300 Series: Günstig und leise
Ein weiteres Modell von Philips, die 2300 Series, erreicht die Note 2,25 („gut“). Besonders hervorgehoben werden der ausgewogene Geschmack, die einfache Inbetriebnahme und der leise Betrieb dank patentierten Schallschutztechnologie. Über ein Sensor-Touchpanel können vier Getränke ausgewählt werden: schwarzer Kaffee, Espresso, Cappuccino und mehr. Die „My Coffee Choice“-Funktion erlaubt die Anpassung von Stärke, Menge und Temperatur. Der Mahlgrad ist in zwölf Stufen einstellbar. Das LatteGo-Milchsystem erzeugt automatisch Milchschaum. Die HomeID-App bietet zusätzliche Rezeptideen und Pflegehinweise. Auch hier sind Wassertank, Bohnenbehälter und Brühgruppe abnehmbar.
Preis-Leistungssieger: Tchibo Esperto mini
Der günstigste Kaffeevollautomat im Test ist die Tchibo Esperto mini für rund 250 Euro. Sie wurde zum Preis-Leistungssieger gekürt. Die Tester loben die gute Espresso-Qualität, die einfache Bedienung und das pflegeleichte System. Abstriche gibt es bei der Ausstattung: Der Automat hat nur einen Tassenauslauf und kein integriertes Milchsystem. Dafür bietet er ein automatisches Entkalkungsprogramm und eine herausnehmbare Brühgruppe. Zur Auswahl stehen Espresso, Caffè Crema und XL Caffè Crema. Über den „Intense“-Button lässt sich die Pulvermenge erhöhen, um ein kräftigeres Aroma zu erzielen.
Wichtige Fragen und Antworten zu günstigen Kaffeevollautomaten
Welche Modelle gibt es für unter 500 Euro?
Neben den getesteten Modellen von Philips und Tchibo sind auch De'Longhi Magnifica S ECAM 22.110.B, Philips 2200 Serie EP2220/10 und Melitta Caffeo Solo E950-103 in dieser Preisklasse erhältlich. Die Preise variieren je nach Angebot.
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Wichtige Kriterien sind die Qualität des Mahlwerks, die Anzahl der Mahlgradeinstellungen, die Pumpenleistung, die Einstellbarkeit der Kaffeestärke, die Größe des Wassertanks und die Benutzerfreundlichkeit.
Lohnt sich der Kauf eines günstigen Modells?
Ja, auch günstige Modelle können guten Kaffee zubereiten. Sie bieten jedoch weniger Funktionen als teurere Geräte. Für unkomplizierte Kaffeeliebhaber sind sie völlig ausreichend.
Wie pflegt man den Kaffeevollautomaten richtig?
Regelmäßige Reinigung und Entkalkung sind wichtig. Dazu gehören das Entleeren von Kaffeesatzbehälter und Tropfschale, das Spülen der Brühgruppe und die Entkalkung nach Herstellerangaben. Mindestens einmal pro Woche sollte gründlich gereinigt werden.
Welche Bohnen eignen sich am besten?
Mittlere bis dunkle Röstungen sind ideal. Frische Bohnen sollten richtig gelagert werden, um das Aroma zu bewahren.
Sind günstige Modelle auch für Milchgetränke geeignet?
Viele Modelle haben eine Milchaufschäumdüse oder einen separaten Milchaufschäumer. Die Qualität ist oft geringer als bei teureren Geräten, reicht aber für den Alltag aus.



