Armutsquote in Berlin 2025 auf 18,7 Prozent gestiegen
Berliner Armutsquote steigt auf 18,7 Prozent

Armutsquote in Berlin steigt erneut deutlich

Die Armutsquote in der Hauptstadt ist laut einem neuen Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes erneut stark angestiegen. Im Jahr 2025 lag sie demnach bei 18,7 Prozent – das sind 2,2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und sogar fünf Prozentpunkte über dem Niveau von 2023. In Brandenburg blieb die Quote hingegen nahezu stabil bei 14,7 Prozent.

Bundesweite Entwicklung

Bundesweit beträgt die Armutsquote 16,1 Prozent. Damit liegt Berlin deutlich über dem Durchschnitt, während Brandenburg unter dem bundesweiten Wert bleibt. Insgesamt leben in Deutschland 13,3 Millionen Menschen in relativer Einkommensarmut, wie der Verband mitteilte. Diese Zahlen hatte das Statistische Bundesamt bereits im Februar veröffentlicht. Offiziell gelten die Betroffenen auf Basis einer EU-Definition als armutsgefährdet. Der Wohlfahrtsverband spricht von einem „traurigen Rekord“, da in keinem der vorangegangenen Jahre so viele Menschen von Armut betroffen waren.

Definition von Armutsgefährdung

Als armutsgefährdet gelten Menschen, denen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung stehen. Für Alleinlebende lag diese Grenze zuletzt bei netto 1.446 Euro im Monat, für Haushalte mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren bei 3.036 Euro.

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Unterschiede zwischen den Bundesländern

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind groß. Die niedrigsten Betroffenenquoten weisen Bayern mit 12,6 Prozent und Baden-Württemberg mit 13,2 Prozent auf. Die höchsten Anteile gibt es in Bremen (27,5 Prozent), Sachsen-Anhalt (21,3 Prozent), Hamburg (18,9 Prozent) und Berlin.

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