Die Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ ruft Autofahrer zur Abstimmung über neue Plakatmotive auf. Bis zum 20. Juni können Verkehrsteilnehmer online über drei Motivserien entscheiden, die künftig auf bis zu 700 Plakatflächen entlang deutscher Autobahnen zu sehen sein sollen. Die Kampagne warnt seit fast zwei Jahrzehnten vor den Gefahren von überhöhter Geschwindigkeit und Unaufmerksamkeit am Steuer.
Bürgerbeteiligung als Grundlage
Die neuen Motive basieren auf den Ergebnissen einer Bürgerbeteiligung aus dem November 2025. Damals hatten Teilnehmer die größten Gefahren auf Autobahnen benannt: 32 Prozent nannten einen zu geringen Sicherheitsabstand, 29 Prozent eine nicht angepasste Geschwindigkeit, 26 Prozent Ablenkung am Steuer und 11 Prozent Alkohol- oder Drogeneinfluss. Aus persönlichen Botschaften der Teilnehmer entwickelte eine Werbeagentur drei Plakatserien zu den Themen „Kinderzeichnungen“, „Totenillustrationen“ und „Leichensäcke“.
Die drei Motivserien im Überblick
- Kinderzeichnungen: Diese Serie setzt auf kindliche Darstellungen, um auf die Risiken im Straßenverkehr hinzuweisen.
- Totenillustrationen: Mit einem Totenkopf als zentralem Element soll die tödliche Gefahr von Rasen und Unachtsamkeit verdeutlicht werden.
- Leichensäcke: Diese Motive zeigen Leichensäcke, um die schwerwiegenden Konsequenzen von Unfällen zu visualisieren.
Hintergrund der Kampagne
Die Aktion „Runter vom Gas“ wird seit 2008 vom Bundesverkehrsministerium und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) getragen. Unterstützt wird sie von den Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Ziel der Kampagne ist es, für Risiken und Unfallursachen im Straßenverkehr zu sensibilisieren und die Zahl schwerer Unfälle auf Autobahnen zu reduzieren. Erstmals wird die Öffentlichkeit bei der Auswahl der Plakatmotive einbezogen, um die Botschaften noch wirksamer zu gestalten.
Interessierte können unter der Webseite der Kampagne ihre Stimme abgeben. Die Gewinnermotive werden nach dem 20. Juni bekannt gegeben und sollen im Laufe des Jahres auf den Autobahnplakaten zu sehen sein.



