Deutschland verzeichnet 2024 deutlich weniger Abfall
Das Abfallaufkommen in Deutschland ist im Jahr 2024 auf den niedrigsten Stand seit 2009 gesunken. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, fielen insgesamt 362,7 Millionen Tonnen Abfälle an – ein Rückgang um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies gab die Behörde anlässlich des Tags der Umwelt am 5. Juni bekannt.
Bauabfälle verzeichnen stärksten Rückgang
Besonders deutlich sank die Menge an Bau- und Abbruchabfällen: Sie ging um 8,1 Prozent auf 182,8 Millionen Tonnen zurück. Diese Abfallart macht etwa die Hälfte des gesamten Abfallaufkommens aus. Auch die übrigen Abfälle – vor allem aus Produktion und Gewerbe – nahmen um 4,1 Prozent auf 45,1 Millionen Tonnen ab. Sekundärabfälle, die bereits in Behandlungsanlagen bearbeitet wurden, verringerten sich um 2 Prozent auf 56,1 Millionen Tonnen.
Zunahme bei Abfällen aus Bodenschätzen und Siedlungsabfällen
Dagegen stieg das Aufkommen an Abfällen aus der Gewinnung und Behandlung von Bodenschätzen um 4,5 Prozent auf 29,5 Millionen Tonnen. Auch die Siedlungsabfälle, die hauptsächlich aus privaten Haushalten stammen, legten leicht um 0,8 Prozent auf 49,3 Millionen Tonnen zu. Ihr Anteil am Gesamtaufkommen beträgt rund 14 Prozent.
Verwertungsquote bleibt stabil
Insgesamt wurden 296,2 Millionen Tonnen Abfälle verwertet, was einer Verwertungsquote von 82 Prozent entspricht. Diese Quote ist seit 2019 unverändert. Die restlichen Abfälle wurden entweder auf Deponien abgelagert (16,3 Prozent), thermisch beseitigt (0,8 Prozent) oder einer sonstigen Behandlung zugeführt (1,2 Prozent).
Zum Vergleich: Der bisher höchste Wert wurde 2018 mit 417,2 Millionen Tonnen gemessen, der niedrigste 2009 mit 359,4 Millionen Tonnen. Die aktuellen Zahlen zeigen einen erfreulichen Trend, auch wenn die Siedlungsabfälle leicht zugenommen haben.



