Andy Warhol signierte Speisekarte bei Bares für Rares für 1.800 Euro versteigert
Warhol-Speisekarte bei Bares für Rares für 1.800 Euro

Die beliebte ZDF-Sendung „Bares für Rares“ begeistert seit Jahren mit skurrilen und wertvollen Schätzen. In der heutigen Folge stand eine außergewöhnliche Rarität im Mittelpunkt: eine von der Kunstikone Andy Warhol persönlich signierte Speisekarte. Das historische Stück erzielte am Freitag, dem 5. Juni 2026, einen beeindruckenden Preis von 1.800 Euro.

Das Highlight der Sendung

Verkäufer Sepp Hügi, ein ehemaliger Küchenchef aus Brunnen am Vierwaldstättersee, brachte die original erhaltene Speisekarte mit an den Expertentisch. Moderator Horst Lichter und Experte Detlev Kümmel zeigten sich sofort begeistert. Die Karte stammt von einem exklusiven Dinner in einer Züricher Villa am 24. Mai 1978. Acht Gäste nahmen daran teil, darunter Andy Warhol selbst. Sepp Hügi stand damals in der Küche und wurde nach dem Essen in den Speisesaal gebeten, wo er die Karte mit Signatur, Widmung und einer kleinen Zeichnung erhielt. Das Dinner war anlässlich einer Ausstellungseröffnung zwei Tage später in Zürich, organisiert vom Kunstgaleristen Thomas Ammann.

Das Menü des Abends bestand aus Gänse-Stopfleber, einer klaren Ochsenschwanzsuppe, Kalb, einer Käseplatte und als Dessert einem Soufflé mit heißen Beeren.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Experteneinschätzung und Auktion

Detlev Kümmel betonte, dass der Wert der Karte nicht allein in der Warhol-Signatur liege. Entscheidend sei die Geschichte dahinter: das exklusive Dinner, die persönliche Widmung an den Koch und die Zeichnung. Auch der hervorragende Zustand trug zur Schätzung von 600 bis 700 Euro bei, weit über dem Wert einer einfachen Signatur von etwa 300 Euro. Im Händlerraum entbrannte sofort ein Bietergefecht. Wolfgang Pauritsch hatte bereits ein heißes Rennen vorausgesagt. Letztlich duellierten sich Pauritsch und Daniel Meyer, bis die Karte für 1.800 Euro an Daniel Meyer ging – das Dreifache der unteren Schätzung.

Weitere Raritäten vom 5. Juni 2026

  • Champagnerkühler von Christofle: Benjamin aus der Schweiz brachte einen versilberten Champagnerkühler von Christofle mit, entworfen von Luc Lanel für den Luxusdampfer „Normandie“. Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel schätzte das Stück auf 1.200 bis 1.500 Euro.
  • Goldene Mini-Dampflok: Bernd aus Mecklenburg-Vorpommern präsentierte eine vergoldete Messing-Dampflok im Maßstab H0, die tatsächlich mit Dampf funktioniert. Detlev Kümmel taxierte sie auf 400 bis 500 Euro.
  • Vintage-Damenshirt von Loris Azzaro: Conny aus Hamburg hatte ein handgehäkeltes Oberteil von Loris Azzaro dabei. Dr. Bianca Berding verwies auf den Glamour-Faktor und schätzte den Wert auf 900 bis 1.200 Euro.
  • Goldscheider-Keramik-Uhrgehäuse mit Clio-Figur: Emina und Mirco aus dem Chiemgau stellten ein Keramikgehäuse von Goldscheider vor, geschmückt mit der Muse Clio. Dr. Bianca Berding schätzte es trotz fehlenden Uhrwerks auf 600 bis 800 Euro.
  • Französische Art-Nouveau-Brosche: Ursula aus Würselen brachte eine Rundbrosche mit Emaillemalerei und Diamantsplittern mit. Dr. Heide Rezepa-Zabel ordnete sie dem Jugendstil zu und schätzte sie auf 100 bis 150 Euro.

Ob und zu welchen Preisen diese Stücke verkauft wurden, zeigt die heutige Folge von „Bares für Rares“ im ZDF.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration