Tom Schilling, einer der bekanntesten deutschen Schauspieler, hat in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über die Nachteile seines jugendlichen Aussehens gesprochen. Der 44-Jährige, der mit Filmen wie „Crazy“ und „Oh Boy“ berühmt wurde, erklärte, dass sein Äußeres für ihn oft ein Fluch gewesen sei.
Jugendliches Aussehen als Belastung
„Das war eindeutig auch ein Fluch in meinem Leben“, sagte Schilling. Er habe lange darunter gelitten, dass er sehr klein und zart war. In seiner Jugend habe man Jungen noch verletzen können, indem man ihnen sagte, sie sähen wie Mädchen aus. Bei der Presstour zu „Crazy“ im Jahr 2000 habe ein ganzer Kinosaal gelacht, als er sein Alter von 18 Jahren nannte. „Die haben das gar nicht böse gemeint, aber sie dachten, wir sind wie unsere Filmfiguren und keine echten Menschen dort auf der Bühne. Und ich habe mir das damals oft zu Herzen genommen“, so der Schauspieler.
Skepsis gegenüber Selbstoptimierung
Schilling begegnet Trends, die zu einem jüngeren Aussehen führen sollen, mit Skepsis. „Manchmal sieht man erst mit ein bisschen Abstand, was wirklich länger trägt und gut altert“, fügte er hinzu. Der Schauspieler, der auch als Drehbuchautor und Musiker arbeitet, ist derzeit in der zweiten Staffel von „Achtsam Morden“ auf Netflix zu sehen.
Der Wandel des Schönheitsideals
Das Ideal, ewig jung auszusehen, hat sich gewandelt: Heute streben viele danach, wie Mitte 30 statt Anfang 20 zu wirken. Was hinter dem „Forever-35 Face“ steckt, ist ein aktuelles Thema. Schillings Erfahrungen zeigen, dass jugendliches Aussehen nicht nur Vorteile bringt, sondern auch Herausforderungen mit sich bringen kann.



