Clemens Tönnies wird 70: Neues Geschäftsfeld für Schlachtkonzern
Tönnies wird 70: Neues Geschäftsfeld für Schlachtkonzern

Clemens Tönnies zählt zu den bekanntesten und streitbarsten Unternehmern Deutschlands. Nun wird er 70 Jahre alt – doch an Rente denkt der Patriarch des Fleischimperiums noch lange nicht. Stattdessen strebt er mit seinem Schlachtkonzern in ein völlig neues Geschäftsfeld.

Kein Ruhestand in Sicht

Der gebürtige Rheda-Wiedenbrücker, der das Unternehmen von seinem Vater übernahm und zu einem der größten Fleischverarbeiter Europas ausbaute, zeigt sich auch im Alter von 70 Jahren unermüdlich. „Wir fangen nicht an, Schokoriegel zu produzieren“, stellte Tönnies im Gespräch mit der Wirtschaftswoche klar. Stattdessen wolle man sich auf Bereiche konzentrieren, die zur Kernkompetenz passen.

Neue Wege für Tönnies

Der Konzern plant offenbar, sein Portfolio zu erweitern. Details nannte Tönnies nicht, aber es wird spekuliert, dass alternative Proteinquellen oder pflanzliche Produkte im Fokus stehen könnten. Die Fleischbranche steht unter Druck durch veränderte Verbrauchergewohnheiten und politische Vorgaben zur Nachhaltigkeit.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Tönnies selbst sieht den Wandel gelassen: „Die Nachfrage nach Fleisch wird bleiben, aber wir müssen uns anpassen.“ Der Unternehmer betonte, dass Innovation und Effizienz die Säulen des Erfolgs seien. Sein Unternehmen beschäftigt weltweit rund 16.500 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von über sieben Milliarden Euro.

Ein Leben für die Fleischindustrie

Seit über vier Jahrzehnten prägt Clemens Tönnies die Branche. Kritik an Arbeitsbedingungen und Umweltauswirkungen weist er zurück, verweist auf Modernisierungen und hohe Standards. „Wir haben viel erreicht und werden uns weiter verbessern“, so Tönnies. Der 70-Jährige denkt noch nicht ans Aufhören: „Solange ich gesund bin und Ideen habe, mache ich weiter.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration