Ottobock verkauft Rollstuhl-Geschäft an DHCare
Ottobock verkauft Rollstuhl-Geschäft an DHCare

München. Der weltweit führende Prothesenhersteller Ottobock hat den Verkauf seines Rollstuhlgeschäfts an den kürzlich fusionierten Wettbewerber DHCare bekannt gegeben. Der Kaufpreis für die Sparte „Human Mobility“ wurde am Freitag von den Beteiligten nicht offengelegt. In der thüringischen Stadt Königsee produziert Ottobock mit 250 Mitarbeitern Rollstühle.

Strategische Neuausrichtung

Die Sparte war bereits seit einiger Zeit zum Verkauf ausgeschrieben und in der Bilanz als „nicht fortgeführtes Geschäft“ klassifiziert. Die Transaktion soll noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden. „Künftig wird sich das Unternehmen noch stärker auf die Bereiche konzentrieren, in denen es das größte Entwicklungspotenzial sieht, insbesondere in der Prothetik und der Neuro-Orthetik“, erklärte das Unternehmen in einer offiziellen Mitteilung.

Hintergrund zu DHCare

DHCare steht im Besitz des Finanzinvestors Rhone Group, der auch Anteile an der italienischen Kaffeemarke Illy und dem Luxuseinzelhändler Saks Global hält. Unter der Führung der Rhone Group entstand DHCare Anfang des Jahres durch die Fusion des US-Unternehmens Direct Healthcare mit dem Europa- und Asien-Geschäft des britischen Rollstuhlherstellers Invacare.

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Erster Zukauf unter neuem Eigentümer

Die Übernahme der Ottobock-Sparte stellt den ersten Zukauf von DHCare unter dem neuen Eigentümer dar. „Wir sind überzeugt, dass die Human Mobility im neuen Umfeld beste Wachstumschancen hat“, sagte Oliver Jakobi, Vorstandsvorsitzender von Ottobock.

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