Intershop schließt schwieriges Geschäftsjahr mit roten Zahlen ab
Der Jenaer Softwareanbieter Intershop hat für das vergangene Geschäftsjahr 2025 erneut Verluste verzeichnet. Nach den vorläufigen Geschäftszahlen sank der Umsatz des Unternehmens von 38,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 33,3 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) fiel dabei von einem knappen Plus von 0,1 Millionen Euro auf ein deutliches Minus von 2,8 Millionen Euro.
Vorstandschef Markus Dränert erhält Vertragsverlängerung bis 2029
Trotz der schwierigen finanziellen Lage setzt Intershop weiterhin auf Kontinuität in der Führungsetage. Der Vertrag von Vorstandschef Markus Dränert, der ursprünglich bis November 2026 lief, wurde bis Ende März 2029 verlängert. Dränert ist seit September 2025 Vorstandsvorsitzender des börsennotierten Unternehmens. Die Vertragsverlängerung erfolgte laut Unternehmensangaben mit Blick auf die strategische Weiterentwicklung von Intershop.
„Das Geschäftsjahr 2025 war für Intershop von operativen und strukturellen Veränderungen geprägt“, erklärte Dränert bei der Vorlage der vorläufigen Geschäftszahlen. Der Softwareanbieter, der als einer der Pioniere des Online-Handels in Deutschland gilt, hat sich traditionell auf Mietsoftware-Lösungen für seine Kunden spezialisiert.
Ausblick für 2026: Kostensenkungen sollen Ergebnis stabilisieren
Für das laufende Jahr 2026 rechnet Intershop nach der Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen mit einem ausgeglichenen operativen Ergebnis. Beim Umsatz erwartet das Unternehmen allerdings einen weiteren leichten Rückgang. Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 will Intershop Mitte März vorlegen.
Die Entwicklung bei Intershop spiegelt die Herausforderungen wider, vor denen viele Softwareanbieter im E-Commerce-Bereich stehen. Trotz der aktuellen Verluste zeigt die Vertragsverlängerung von Vorstandschef Dränert das Vertrauen des Aufsichtsrats in die langfristige Strategie des Unternehmens.



