Hertha BSC hat nach Informationen von BILD und „Kicker“ ein Auge auf Magdeburgs Verteidiger Marcus Mathisen (30) geworfen. Der Däne ist ablösefrei, nachdem sein Vertrag beim 1. FC Magdeburg ausgelaufen ist. Gespräche zwischen den Parteien haben bereits stattgefunden. Doch der Transfer hat mehrere Haken.
Finanzielle Zwänge: Topverdiener müssen gehen
Bevor Hertha Mathisen verpflichten kann, muss ein weiterer Profi den Verein verlassen. Die interne Vorgabe lautet: Weitere Stars sollen verkauft werden, um die Personalkosten zu senken. Nach BILD-Informationen muss ein Topverdiener von der Lohnliste verschwinden. Erst dann kann der Mathisen-Deal über die Bühne gehen. Dies verdeutlicht die dramatische finanzielle Lage der Berliner.
Bereits zehn Profis haben Hertha verlassen, darunter Kennet Eichhorn (für knapp 9 Millionen Euro zu Bayer Leverkusen) und Fabian Reese (für 8 Millionen Euro zum VfL Wolfsburg). Dennoch reichen die Einnahmen nicht aus, um selbst aktiv auf dem Transfermarkt zu werden. Die heißesten Kandidaten für einen Abgang sind Torwart Tjark Ernst (23), die Verteidiger Linus Gechter (22) und Marton Dardai (24) sowie Flügelspieler Marten Winkler (23). Erst wenn einer von ihnen verkauft wurde, kann Mathisen kommen.
Konkurrenz und eigene Wünsche
Ein weiteres Problem: Auch der FC St. Pauli und Holstein Kiel zeigen Interesse an dem Innenverteidiger, der in den letzten drei Jahren 94 Zweitligaspiele für Wehen Wiesbaden und Magdeburg absolvierte. Zudem versucht Magdeburg, Mathisen zum Verbleib zu bewegen. Mathisen selbst wird sich vermutlich für das finanziell beste Angebot entscheiden, da es der letzte große Vertrag seiner Karriere sein könnte. Für die klamme Hertha sind das keine optimalen Voraussetzungen.
Hertha benötigt zudem dringend einen neuen Linksverteidiger und einen Mittelstürmer. Die Personalnot ist groß, doch die finanziellen Spielräume sind eng. Die Verantwortlichen hoffen, durch weitere Verkäufe die nötigen Mittel freizusetzen.



