Geschäftszahlen-Newsblog: Macy's, HPE, CTS Eventim, Salesforce und mehr
Geschäftszahlen-Newsblog: Macy's, HPE, CTS Eventim

Macy's: Erstes Umsatzwachstum seit 15 Quartalen dank Luxus-Nachfrage

Die US-Kaufhauskette Macy's hat im ersten Quartal 2026 erstmals seit fast vier Jahren wieder ein Umsatzwachstum verzeichnet. Der Konzern hob daraufhin seine Jahresprognose an. Die Erlöse stiegen um 1,8 Prozent auf 4,68 Milliarden Dollar, nachdem sie zuvor 15 Quartale in Folge gefallen waren. Damit übertraf das Unternehmen die Analystenerwartungen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 13 Cent ebenfalls über den prognostizierten drei Cent.

Besonders gut liefen die Geschäfte bei den Luxuskaufhäusern Bloomingdale's, deren flächenbereinigter Umsatz um 10,2 Prozent anzog. Konzernchef Tony Spring erklärte, die Kunden mit mittleren bis hohen Einkommen hätten sich als widerstandsfähig erwiesen. Die Zahlen unterstreichen eine zweigeteilte Entwicklung beim US-Konsum: Während einkommensstarke Kunden weiterhin Geld für Luxusgüter ausgeben, halten sich ärmere Haushalte angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit zurück.

Für 2026 rechnet Macy's nun mit einem Nettoumsatz zwischen 21,50 und 21,75 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 2,00 und 2,20 Dollar liegen. Die Prognose berücksichtigt die starken Quartalszahlen sowie ein moderates Umsatzplus für den Rest des Jahres.

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Hewlett Packard Enterprise: Rekordquartal dank KI-Boom

Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat dank des rasanten Ausbaus von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) im zweiten Quartal Rekordergebnisse erzielt. Der Umsatz stieg um 40 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 9,8 Milliarden Dollar deutlich. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 79 Cent ebenfalls über den Erwartungen von 53 Cent. Die Aktien schossen im nachbörslichen Handel um 36 Prozent in die Höhe.

Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet HPE nun mit einem Umsatzwachstum zwischen 29 und 33 Prozent, nachdem zuvor 17 bis 22 Prozent in Aussicht gestellt worden waren. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll dann bei 3,35 bis 3,45 Dollar liegen. Damit würde der Konzern seine ursprünglichen Ziele für 2028 schon vorzeitig übertreffen. Für das Geschäftsjahr 2027 prognostizierte HPE ein Umsatzwachstum von acht bis zwölf Prozent und lag damit über den Schätzungen von 5,8 Prozent.

CTS Eventim: Olympische Winterspiele treiben Wachstum

Der Ticketvermarkter und Konzertveranstalter CTS Eventim ist dank erfolgreicher Konzerttourneen und der Olympischen Winterspiele in Mailand mit Schwung ins neue Jahr gestartet. Der Konzernumsatz kletterte im ersten Quartal um 23 Prozent auf 613,5 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg um 18,5 Prozent auf 119 Millionen Euro.

Als stärkster Wachstumsmotor erwies sich die Veranstaltungssparte Live Entertainment, die den Umsatz um 38 Prozent steigerte und das operative Ergebnis mehr als verdoppelte. Neben stark nachgefragten Tourneen in Deutschland und den USA profitierte CTS Eventim von seiner neuen Arena in Italien: Im Mailänder Unipol Dome fanden die Eishockeyturniere der Olympischen und Paralympischen Winterspiele statt. Das klassische Ticketgeschäft wuchs dagegen verhaltener.

Für das laufende Jahr blieb CTS Eventim vorsichtig und bestätigte die Prognose, wonach Umsatz und Ebitda auf beziehungsweise leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen sollen.

Salesforce: Rekordquartal dank KI, aber schwacher Ausblick

Eine rasant wachsende Nachfrage nach KI-Anwendungen gibt Salesforce Rückenwind. CEO Marc Benioff sprach von einem herausragenden Quartal mit Rekordumsätzen, Rekord-Vertragsabschlüssen und Rekord-Mittelzuflüssen. Der Ausblick des Softwarekonzerns für das laufende Quartal enttäuschte jedoch und gab der Furcht vor einer „SaaSpocalypse“ neue Nahrung. Die Aktien büßten im nachbörslichen Handel rund drei Prozent ein.

Unter „SaaSpocalypse“ verstehen Experten die Verdrängung traditioneller Firmensoftware durch KI-Modelle. Einige Anleger befürchten, dass Unternehmen sich in Zukunft ihre Software für Buchhaltung oder Lagerverwaltung zu einem Bruchteil der bisherigen Kosten von ChatGPT & Co programmieren lassen. Daher haben die Aktien von Unternehmen wie Salesforce oder SAP seit Anfang 2025 bis zu 50 Prozent ihres Wertes eingebüßt.

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Weitere Quartalszahlen im Überblick

Der Rüstungsboom bescherte der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie Rekorde bei Umsatz und Beschäftigung. Der Branchenumsatz kletterte um 19 Prozent auf 62 Milliarden Euro, die Mitarbeiterzahl stieg auf 130.000. Der angeschlagene Agrar- und Handelskonzern BayWa verzeichnete im ersten Quartal einen Umsatzrückgang um 1,3 Milliarden Euro auf 2,3 Milliarden Euro, unter anderem aufgrund der Iran-Krise und schwacher Baukonjunktur. Der chinesische Technologiekonzern Xiaomi erlitt einen Gewinneinbruch um 43 Prozent aufgrund hoher Chip-Kosten und einer Smartphone-Flaute. Der Luxusgüterkonzern Richemont (Cartier, Van Cleef & Arpels) wuchs im Geschäftsjahr 2025/26 um 11 Prozent auf 22,4 Milliarden Euro, angetrieben vom Schmuckgeschäft. Der Landmaschinenhersteller Deere übertraf die Gewinnerwartungen dank einer starken Nachfrage nach kleineren Agrar- und Baumaschinen. Der US-Einzelhandelsriese Walmart behielt trotz eines starken Jahresauftakts seine Jahresziele bei und gab einen vorsichtigen Ausblick. Der Südzucker-Konzern rutschte im Geschäftsjahr 2025/26 tiefer in die roten Zahlen mit einem Verlust von 362 Millionen Euro. Der Medienkonzern Axel Springer startete mit einem deutlichen Gewinnplus ins Jahr 2026. Italiens größter Versicherer Generali erzielte ein operatives Ergebnis von 2,23 Milliarden Euro, über den Erwartungen. Nvidia verzeichnete erneut ein Rekordquartal mit einem Umsatzsprung von 85 Prozent auf 81,6 Milliarden Dollar und kündigte zusätzliche Aktienrückkäufe an. Der Lebensversicherer Swiss Life wuchs im ersten Quartal und übernimmt die deutsche Telis-Gruppe. Der Motorsägenhersteller Stihl will das Umsatzniveau halten und plant keinen weiteren Personalabbau. Home Depot verfehlte die Umsatzerwartungen, die Aktie gab nach. Dr. Martens steigerte den Gewinn trotz Umsatzrückgangs durch Rabattverzicht. Hornbach behauptete sich trotz schwierigem Konsumumfeld. Sonova wuchs dank neuer Hörgeräte, der starke Franken bremste. Ryanair warnte vor steigenden Kosten und gab keine Prognose ab. Nagarro und Freenet bestätigten ihre Prognosen. O2 Telefónica litt unter dem Verlust des Großkunden 1&1. MediaForEurope überraschte mit einem Betriebsgewinn zum Jahresstart.