Am Frankfurter Flughafen hat sich ein schwerwiegender Zwischenfall ereignet: Eine Boeing 787 der Lufthansa, die für den Flug LH450 nach Los Angeles vorgesehen war, knickte am Gate plötzlich nach vorne weg und sackte zu Boden. Das berichten das Fachmedium „AeroTelegraph“ und der Hessische Rundfunk. Die Lufthansa bestätigte den Vorfall umgehend.
Verletzte Mitarbeiter – keine Passagiere an Bord
Zum Zeitpunkt des Einknickens befanden sich laut Lufthansa mehrere Crew- und Bodenmitarbeiter an Bord der Maschine. Glücklicherweise waren noch keine Fluggäste zugestiegen. Der Sprecher der Fluggesellschaft erklärte: „Mehrere Mitarbeitende wurden verletzt und werden derzeit medizinisch versorgt.“ Die genaue Anzahl der Verletzten und die Schwere ihrer Verletzungen wurden zunächst nicht bekannt gegeben.
Schäden am Dreamliner – Flug gestrichen
Die erst ein Jahr alte Boeing 787, die im Januar an die Lufthansa ausgeliefert worden war, erlitt im vorderen Rumpfbereich erhebliche Beschädigungen. Der Flug LH450 nach Los Angeles musste daraufhin gestrichen werden. Die betroffenen Passagiere wurden von der Lufthansa informiert und auf alternative Verbindungen umgebucht.
Ähnlicher Vorfall im Jahr 2021 in London
Bereits im Jahr 2021 kam es am Flughafen London-Heathrow zu einem vergleichbaren Zwischenfall mit einer Boeing 787. Die damalige Unfallursache war ein Bedienfehler: Der Verriegelungsbolzen des Bugfahrwerks war versehentlich in ein falsches Loch eingeführt worden, anstatt in die direkt daneben liegende, dafür vorgesehene Bohrung. Die britische Luftfahrtbehörde bezeichnete die Konstruktion der Verriegelungsbaugruppe des Bugfahrwerks daraufhin als „eine Fehlerquelle“. Ob ein ähnliches Problem auch in Frankfurt vorliegt, wird derzeit von den zuständigen Behörden untersucht.
Ermittlungen laufen
Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat die Ermittlungen zur genauen Ursache des Vorfalls aufgenommen. Die Lufthansa kooperiert vollumfänglich mit den Behörden. Der defekte Dreamliner wird derzeit am Frankfurter Flughafen technisch untersucht. Die Fluggesellschaft betonte, dass die Sicherheit ihrer Fluggäste und Mitarbeiter oberste Priorität habe.



