VfL Bochum setzt auf ablösefreie Transfers und Schalke-Strategie
Bochums Transferstrategie: ablösefrei und vielseitig

Der VfL Bochum bereitet sich intensiv auf die kommende Saison vor. Nach dem Klassenerhalt in der abgelaufenen Spielzeit, der bis zum letzten Spieltag umkämpft war, arbeiten die Verantwortlichen nun fieberhaft am Kader für die neue Runde. Aktuell haben bereits zwölf Spieler den Verein verlassen, weitere Abgänge sind geplant. Gleichzeitig wurden vier Neuzugänge präsentiert, die alle eine Gemeinsamkeit haben: Sie kamen ablösefrei. Dahinter steckt eine durchdachte Strategie, die auf finanzielle Vernunft und sportliche Flexibilität setzt.

Ablösefreie Transfers als Grundpfeiler

Dem VfL fehlen derzeit die finanziellen Mittel, um hohe Ablösesummen zu investieren. Daher konzentrieren sich die Sportverantwortlichen auf Spieler, die ohne Ablöse zu haben sind. Zudem soll der Kader kleiner werden als in den Vorjahren. Das bedeutet, dass gezielt nach Spielern gesucht wird, die mehrere Positionen besetzen können. Ein Paradebeispiel ist Jean Manuel Mbom (26), der als rechter Verteidiger, im zentralen Mittelfeld und auf den Flügeln eingesetzt werden kann. Diese Vielseitigkeit ist ein zentrales Kriterium bei der Kaderplanung.

Schalke als Vorbild für den Kaderaufbau

Die sportliche Führung hat sich laut Informationen der Bild-Zeitung intensiv mit den Aufsteiger-Kadern der vergangenen Jahre beschäftigt. Besonders der FC Schalke 04 diente als Vorbild. Die Königsblauen setzten auf eine erfahrene Achse mit Spielern wie Loris Karius (32), Nikola Katic (29), Timo Becker (29) und Kenan Karaman (32). Diese Führungsspieler gaben den jungen Talenten Sicherheit und Stabilität. Beim VfL Bochum soll eine ähnliche Achse aufgebaut werden, bestehend aus Timo Horn (33), Maxi Wittek (30), Gerrit Holtmann (31) und Philipp Hofmann (33). In Kombination mit den Neuzugängen und Nachwuchsspielern erhofft man sich einen positiven Effekt für die Mannschaftsentwicklung.

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Talente im Fokus

Besonders junge Talente wie Darnell Keumo (18) oder Kacper Koscierski (18) sollen von der erfahrenen Achse profitieren. Sie können sich an den Führungsspielern orientieren und in einem stabilen Umfeld entwickeln. Für Trainer Uwe Rösler (57) wird es eine der Hauptaufgaben sein, aus dem neu zusammengestellten Kader schnell eine eingespielte Mannschaft zu formen. Dabei kommt ihm entgegen, dass die Bochum-Bosse bei der Auswahl der Spieler großen Wert darauf legen, dass diese zu 100 Prozent zum Verein und dessen DNA passen. Die Identifikation mit dem Klub und die charakterliche Eignung stehen im Vordergrund.

Die Strategie des VfL Bochum ist klar: Mit einem schlanken, aber vielseitigen Kader, der auf ablösefreien Transfers basiert und eine erfahrene Achse mit jungen Talenten kombiniert, soll der Klassenerhalt in der Bundesliga auch in Zukunft gelingen. Ob dieser Plan aufgeht, wird sich in der kommenden Saison zeigen.

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