Thailands Songkran-Fest startet bei 40 Grad mit Wasserschlachten und neuen Regeln
Songkran-Fest in Thailand: Wasserschlachten bei 40 Grad

Thailands wildes Wasserfest startet mit extremer Hitze und neuen Vorschriften

Bei Temperaturen um die 40 Grad Celsius hat in Thailand das weltberühmte Neujahrsfest Songkran begonnen. Das traditionelle Wasserfest, das vom 13. bis 15. April gefeiert wird, bietet mit seinen ausgelassenen Wasserschlachten eine willkommene Abkühlung in der tropischen Hitze. Bereits nach wenigen Minuten sind die meisten Teilnehmer von Kopf bis Fuß klatschnass, während ohrenbetäubende Partymusik aus Lautsprechern ertönt.

Extreme Wetterbedingungen und Gesundheitswarnungen

Für manche Landesteile sagte der thailändische Wetterdienst Temperaturen von bis zu 42 Grad Celsius bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit voraus. Die Behörden warnten eindringlich vor Gesundheitsrisiken und betonten, dass ein längerer ungeschützter Aufenthalt in der Sonne gefährlich sein kann. Die Stadtverwaltung von Bangkok reagierte mit umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen, darunter die Bereitstellung zahlreicher Notfallteams und großer Mengen Trinkwasser für die Festteilnehmer.

Feiern mit kunterbunten Wasserpistolen in ganz Thailand

Schon seit Tagen wurden landesweit bunte Plastikwasserpistolen zum Verkauf angeboten, die nun auf den Straßen zum Einsatz kommen. In der Hauptstadt Bangkok verwandelten sich berühmte Straßen wie die Silom Road und das Backpacker-Mekka Khaosan Road in feuchtfröhliche Partymeilen. Auch in Touristenhotspots wie Pattaya sowie auf den Inseln Phuket und Koh Samui bleibt während der Festtage kaum jemand trocken. Ähnliche Traditionen werden auch in den Nachbarländern Kambodscha und Laos gepflegt.

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Neue Regularien für die Feierlichkeiten

In diesem Jahr gelten jedoch strengere Regeln für die Feiern. Die thailändische Regierung kündigte für die Partyzonen in Bangkok ein Alkoholverbot an, um ein Ausufern der wilden Sause zu verhindern. Zusätzlich wurde eine tägliche Sperrstunde um 22:00 Uhr festgelegt. Vor dem Betreten einiger Gebäude müssen die Wasserpistolen zudem ausgeleert werden, während überall Wassercontainer bereitstehen, um die bunten Plastikgewehre neu zu laden.

Touristische und wirtschaftliche Auswirkungen

Traditionell reisen zahlreiche Touristen an, um an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Die Reisebranche warnte jedoch im Vorfeld vor starken Einbrüchen aufgrund hoher Flugpreise, die durch den Iran-Krieg nach oben getrieben wurden. Auch für viele Thais wird das Songkran-Fest teurer: Die gestiegenen Benzinpreise belasten die Bürger, die normalerweise wegen der Feiertage eine ganze Woche frei haben und aus den Städten aufs Land zu ihren Familien fahren.

Traditionelle und tierische Elemente des Festes

In der ehemaligen Hauptstadt Ayutthaya, etwa 80 Kilometer von Bangkok entfernt, beteiligen sich traditionell auch Elefanten an den Wasserschlachten. Die tierische Sause mit den bunt geschmückten Dickhäutern lockt Besucher aus aller Welt an. Das Neujahrsfest hat jedoch auch ernstere Seiten: Es symbolisiert Säuberung und Erneuerung. Vor Beginn der Feiern reinigen die Menschen ihre Häuser und bereiten Speisen für buddhistische Tempelzeremonien vor. Das Wort Songkran steht für den Übergang in das Sternbild des Widders, das erste Tierkreiszeichen.

Einheimische und Touristen feiern traditionell gemeinsam, wobei die meisten bereits nach wenigen Minuten komplett durchnässt sind. Trotz der ausgelassenen Stimmung und der bunten Wasserschlachten bleibt das Fest ein wichtiger kultureller Höhepunkt im thailändischen Kalender, der sowohl Spaß als auch spirituelle Bedeutung vereint.

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