Sächsische Schmalspurbahnen starten mit Osteraktionen in die neue Saison
Schmalspurbahnen in Sachsen starten in Ostersaison

Sächsische Schmalspurbahnen starten mit Osteraktionen in die neue Saison

Am Osterwochenende beginnt für Sachsens Schmalspurbahnen die neue Saison mit zahlreichen Sonderfahrten und bunten Aktionen. Von Osterhasenexpress über Eiersuche bis hin zu historischen Dampfzügen bieten die Bahnbetreiber vielfältige Programme, um Fahrgäste anzulocken. Die Muskauer Waldeisenbahn im Nordosten und die Preßnitztalbahn im Erzgebirge starten bereits am Karfreitag in die neue Saison.

Einzigartige Dichte an Schmalspurbahnen in Sachsen

Insgesamt neun Schmalspurbahnen sind auf schmalen Gleisen in verschiedenen Regionen des Freistaates unterwegs – fünf täglich verkehrende Bahnen und vier Museumsbahnen. Christian Sacher, Projektleiter der Dampfbahn-Route Sachsen, betont: „Das ist eine einzigartige Dichte und mehr als in anderen Bundesländern.“ Das sachsenweite Netzwerk umfasst insgesamt rund 125 Kilometer Strecke und beförderte im vergangenen Jahr etwa 955.000 Menschen.

Beliebte Routen und Fahrgastzahlen

Die größte Nachfrage verzeichnete die Schmalspurbahn im Zittauer Gebirge mit knapp 246.000 Fahrgästen, dicht gefolgt von der Fichtelbergbahn zwischen Cranzahl und Oberwiesenthal mit rund 217.000 Reisenden. Beide Bahnen sind in den öffentlichen Nahverkehr eingebunden und erhalten entsprechende Zuschüsse. Weitere Strecken im regulären Betrieb sind:

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  • Die Lößnitzgrundbahn zwischen Radebeul-Ost und Radeburg
  • Die Weißeritztalbahn zwischen Freital-Hainsberg und dem Kurort Kipsdorf
  • Die Döllnitzbahn zwischen Oschatz und Mügeln

Auf allen diesen Strecken gilt das Deutschlandticket mit einem Historikzuschlag.

Museumsbahnen mit historischem Charme

Die Preßnitztalbahn zwischen Jöhstadt und Steinbach fährt ausschließlich als Museumsbahn an Wochenenden, Feiertagen und zu Sonderfahrten. Gerald Seifert, Geschäftsführer des Betreibervereins, berichtet von 85.000 beförderten Gästen an 126 Fahrtagen im Vorjahr – ein Zuwachs von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Wir haben uns seit der Corona-Zeit langsam wieder hochgearbeitet“, erklärt Seifert. Die Bahn fährt auf ihrer acht Kilometer langen Strecke fast immer unter Dampf mit historischen Loks von 1899 bis 1927.

Weitere Museumsbahnen im Aufschwung

Die Waldeisenbahn verbindet Weißwasser mit den Parks in Bad Muskau und Kromlau und verzeichnete 2025 mehr als 53.000 Fahrgäste – etwa zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Max Mütze, Geschäftsführer der Bahn, führt dies unter anderem auf die Wiedereröffnung der erneuerten Tonbahnstrecke zum Aussichtsturm am Tagebau Nochten zurück. Seit 2023 wird das rund 20 Kilometer lange Schienennetz saniert, wobei bereits etwa 4,8 Millionen Euro investiert wurden.

Entschleunigung und historische Technik

Für viele Fahrgäste ist die Kombination aus historischer Fahrzeugtechnik und der vergleichsweise geringen Geschwindigkeit besonders faszinierend. Sie können „entschleunigen und sich auf dem Perron den Fahrtwind um die Nase wehen lassen“, wie Seifert beschreibt. Neben den etablierten Strecken gibt es weitere Museumsbahnen im Westerzgebirge und die sich im Aufbau befindende Schwarzbachbahn in der Sächsischen Schweiz.

Das Osterwochenende markiert traditionell den Start in die Saison für Sachsens Schmalspurbahnen, die mit ihrem einzigartigen Netzwerk und historischem Charme weiterhin zahlreiche Besucher anziehen. Die Betreiber sind optimistisch, dass die positive Entwicklung der Fahrgastzahlen auch in dieser Saison anhalten wird.

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