Micron übertrifft Erwartungen: KI-Blase vorerst vertagt
Micron übertrifft Erwartungen: KI-Blase vorerst vertagt

Der US-Halbleiterhersteller Micron Technology hat mit seinem Umsatzausblick die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Für das vierte Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 50 Milliarden Dollar, angetrieben durch die hohe Nachfrage nach Speicherchips für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI). Diese Nachricht beruhigt die Märkte, die zuletzt immer wieder erste Anzeichen für ein Ende des KI-Booms befürchtet hatten.

Umsatzprognose übertrifft Erwartungen

Der positive Ausblick von Micron kommt zu einer Zeit, in der die Angst vor einer Überhitzung des KI-Marktes und einer möglichen Blase zunimmt. Analysten hatten im Schnitt mit einem niedrigeren Umsatz gerechnet, sodass die Prognose von 50 Milliarden Dollar für das vierte Quartal deutlich über den Schätzungen liegt. Die Aktie von Micron legte im nachbörslichen Handel um mehrere Prozent zu.

Stephan Scheuer ordnet die Lage ein

Stephan Scheuer, Co-Leiter des Handelsblatt-Tech-Teams, kommentiert: „Die Zahlen von Micron zeigen, dass der KI-Boom weiterhin intakt ist. Die Nachfrage nach Speicherchips für KI-Anwendungen ist ungebrochen, und das Unternehmen profitiert davon massiv. Dennoch bleibt die Frage, wie nachhaltig dieser Trend ist. Investoren sollten die Entwicklung genau beobachten.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Goldpreis treibt Gewalt in Kolumbien an

Im zweiten Teil der Sendung geht es um einen anderen Effekt des in der Vergangenheit rasant gestiegenen Goldpreises. In Kolumbien eskaliert erneut die Gewalt, da Kartelle sich nicht mehr nur wegen Kokain bekriegen, sondern auch um Zugänge zu illegalen Goldminen. Der hohe Goldpreis macht das Geschäft mit illegalem Goldabbau immer attraktiver. Handelsblatt-Südamerikakorrespondent Alexander Busch erklärt im Podcast die Zusammenhänge und betont: „Gold ist das neue Kokain – die Kartelle haben ihr Geschäftsmodell diversifiziert, und die Gewalt nimmt dadurch zu.“

Auswirkungen auf die Region

Die steigende Gewalt in Kolumbien hat weitreichende Folgen für die Bevölkerung und die Wirtschaft. Illegale Minen zerstören die Umwelt, und die Kartelle kontrollieren ganze Landstriche. Die Regierung steht vor der Herausforderung, gegen diese kriminellen Strukturen vorzugehen, während der Goldpreis weiterhin hoch bleibt. Der Konflikt um die Goldminen verschärft die ohnehin angespannte Sicherheitslage in der Region.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration