Sachsens Bauernverband begrüßt Steuersenkung bei Diesel - fordert Klarheit für Agrardiesel
Sachsens Bauern begrüßen Diesel-Entlastung, fordern Agrardiesel-Klarheit

Sachsens Bauernverband begrüßt Entlastung bei Energiekosten - fordert Klarheit für Agrardiesel

Der sächsische Bauernverband (SLB) hat die von der Bundesregierung angekündigte vorübergehende Senkung der Energiesteuer auf Diesel und Benzin ausdrücklich begrüßt. Dieser Schritt sei überfällig und stelle ein wichtiges Signal zur Entlastung der Betriebe in einer Phase anhaltend hoher Betriebsmittelkosten dar, erklärte SLB-Präsident Torsten Krawczyk.

„Es ist richtig, dass die Bundesregierung neben Verbraucherinnen und Verbrauchern auch die Wirtschaft in den Blick nimmt“, betonte Krawczyk. „Gerade die landwirtschaftlichen Betriebe sind jetzt in der Feldbestellung in besonderem Maße von hohen Energiepreisen betroffen.“

Dringende Klärung bei Agrardiesel-Rückerstattungen gefordert

Gleichzeitig mahnte der Bauernverband jedoch eine zwingend schnelle und eindeutige Regelung der konkreten Auswirkungen auf den Agrardiesel an. Es müsse dringend geklärt werden, ob und in welcher Form sich die temporäre Steuersenkung auf die Rückerstattungsregelungen beim Agrardiesel auswirke.

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„Es darf nicht dazu kommen, dass landwirtschaftliche Betriebe am Ende schlechter gestellt werden“, warnte Krawczyk. „Wenn bereits beim Einkauf geringere Steuern anfallen, könnten dadurch Rückerstattungsansprüche gekürzt werden. Das wäre kontraproduktiv und würde den Entlastungseffekt zunichtemachen.“

Details der vereinbarten Steuersenkung

In zweitägigen Verhandlungen hatten sich Union und SPD am Wochenende auf Entlastungen an den Zapfsäulen verständigt. Die Energiesteuer bei Diesel und Benzin soll um jeweils rund 17 Cent brutto pro Liter gesenkt werden, begrenzt auf zwei Monate.

Trotz dieser Maßnahme würde der Preis pro Liter weiter deutlich über dem Preisniveau liegen, das vor Beginn des Iran-Krieges galt. Auf dem bisherigen Höhepunkt kurz nach Ostern war ein Liter Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt um gut 70 Cent teurer als vor Kriegsbeginn, ein Liter Super E10 um gut 41 Cent, wie aktuelle Zahlen des ADAC zeigen.

Bedeutung für sächsische Landwirtschaftsbetriebe

Für die sächsischen Landwirtschaftsbetriebe kommt die Steuersenkung in einer besonders kritischen Phase:

  • Die Feldbestellung ist in vollem Gange und erfordert hohen Maschineneinsatz
  • Die Betriebsmittelkosten bleiben auf anhaltend hohem Niveau
  • Die globale Marktsituation sorgt für zusätzlichen Preisdruck

Der Bauernverband betont, dass die jetzt beschlossene Entlastung zwar ein Schritt in die richtige Richtung sei, aber nur dann ihre volle Wirkung entfalten könne, wenn die offenen Fragen zum Agrardiesel zügig geklärt würden. Die Betriebe benötigten Planungssicherheit für die kommenden Wochen der intensiven Feldarbeit.

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