USA verhängen Sanktionen gegen größte iranische Kryptobörse Nobitex
USA sanktionieren iranische Kryptobörse Nobitex

Hintergrund der Sanktionen

Die Vereinigten Staaten haben weitreichende Sanktionen gegen die größte iranische Kryptowährungsbörse Nobitex sowie deren Führungsebene verhängt. Das US-Finanzministerium wirft dem Unternehmen vor, der Regierung in Teheran und sanktionierten staatlichen Institutionen bei der Umgehung westlicher Strafmaßnahmen geholfen zu haben. Neben der Börse selbst wurden die beiden Gründer, zwei Brüder aus der einflussreichen Charrasi-Familie, sowie der Firmenchef Amir Hossein Rad auf die Sanktionsliste gesetzt.

Vorwürfe der US-Regierung

US-Finanzminister Scott Bessent erklärte, während sich die iranische Wirtschaft im freien Fall befinde, nutze das Regime digitale Vermögenswerte für seine eigenen korrupten Zwecke. Dazu gehöre die Umgehung von Sanktionen und der Transfer von Vermögen ins Ausland. Die Maßnahmen folgen auf eine im Mai veröffentlichte Recherche der Nachrichtenagentur Reuters. Diese hatte aufgedeckt, dass Nobitex zu einem wichtigen Knotenpunkt in einem parallelen Finanzsystem geworden war.

Details der Recherche

Über die Plattform seien Hunderte Millionen Dollar für die iranische Zentralbank und die Islamischen Revolutionsgarden abgewickelt worden, selbst während staatlich verordneter Internetabschaltungen. Das US-Finanzministerium erklärte nun, Nobitex habe dazu beigetragen, Vermögenswerte des Regimes zu schützen und außer Landes zu schaffen. Nobitex hatte im April gegenüber Reuters direkte Verbindungen zur Regierung zurückgewiesen und bestritten, dem Staat wissentlich geholfen zu haben.

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Auswirkungen der Sanktionen

Die Sanktionen bedeuten, dass US-Bürger und Unternehmen keine Geschäfte mit Nobitex oder den sanktionierten Personen tätigen dürfen. Zudem werden Vermögenswerte in den USA eingefroren. Experten erwarten, dass die Maßnahmen den Druck auf die iranische Wirtschaft weiter erhöhen und die Möglichkeiten des Regimes zur Umgehung internationaler Sanktionen einschränken werden. Die iranische Regierung hat bisher nicht offiziell auf die Sanktionen reagiert.

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