Japanische Wirtschaft wächst im ersten Quartal schwächer als erwartet
Japans BIP-Wachstum im ersten Quartal enttäuscht

Die japanische Wirtschaft hat im ersten Quartal 2026 an Schwung verloren. Wie aus revidierten Daten des Kabinettsbüros hervorgeht, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresvergleich nur um 1,8 Prozent. Zuvor war ein Anstieg von 2,1 Prozent geschätzt worden. Volkswirte hatten im Schnitt sogar nur mit einem Wachstum von 1,3 Prozent gerechnet.

Schwache Unternehmensinvestitionen belasten

Der Hauptgrund für die geringere Wachstumsrate sind die Unternehmensinvestitionen, die im ersten Quartal um 0,7 Prozent schrumpften. Ursprünglich war hier ein Plus von 0,3 Prozent gemeldet worden. Experten hatten allerdings einen Rückgang von 0,9 Prozent erwartet, sodass die tatsächlichen Zahlen etwas besser ausfielen als befürchtet.

Der private Konsum, der mehr als die Hälfte der japanischen Wirtschaftsleistung ausmacht, stieg um 0,3 Prozent und bestätigte damit die vorläufigen Daten. Die Auslandsnachfrage trug 0,3 Prozentpunkte zum BIP bei, die Binnennachfrage 0,2 Prozentpunkte – beide Werte blieben unverändert zu den Ersteinschätzungen.

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Nahost-Konflikt trübt Aussichten

Die wirtschaftlichen Perspektiven Japans werden zunehmend durch den Nahost-Konflikt beeinträchtigt. Angriffe der USA und Israels auf den Iran Ende Februar sowie die faktische Schließung der Straße von Hormus durch Teheran haben die Energiepreise in die Höhe getrieben. Japan ist stark von Ölimporten aus der Region abhängig.

Steigende Treibstoffkosten heizen die Inflation an, schmälern die Kaufkraft der Verbraucher und belasten die Gewinnmargen der Unternehmen. Um die Haushalte zu entlasten, verabschiedete die Regierung von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi am Mittwoch einen Nachtragshaushalt in Höhe von 19 Milliarden Dollar.

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